Spotlight: Entspannung bei Renditen von Euro-Staatsanleihen
Nach den Beschlüssen zu den Änderungen bei der Schuldenbremse und dem geplanten Sondervermögen für Infrastruktur stiegen Anfang März die Renditen deutscher Staatsanleihen deutlich an. Binnen weniger Tage kletterte die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen von rund 2,5 auf über 2,9 % am 12. März. Seitdem ist eine deutliche Entspannung erkennbar. Bis zum 1. April sanken die Yields auf 2,7 % – also wurde etwa die Hälfte des Anstiegs wieder abgegeben. Nichtsdestotrotz rentierten Bundesanleihen damit weiterhin deutlich oberhalb des Niveaus vor Ankündigung der neuen Fiskalpolitik. Betroffen vom Renditeanstieg waren vor allem längere Durationen. Anscheinend sehen die Investoren offenbar vor allem langfristige Stabilitätsrisiken durch die steigende Verschuldung, weniger hingegen kurzfristige Finanzierungsschwierigkeiten. Ein andere Interpretation ist, dass durch die steigende staatliche Nachfrage die Inflation angeheizt und damit längerfristig mit höheren Zinsen gerechnet wird.
Das komplette Spektrum der aktuell zu erzielenden Zinserträge zeigt die wöchentlich aktuelle Publikation Absolut|monitor Global Fixed Income.
