01.08.2023 | Spotlight

Sinkende Inflationsrate, aber Kerninflation stagniert

Die Inflationsrate der Eurozone ist im Juni abermals leicht gesunken und lag bei 5,3 % - das niedrigste Niveau seit Anfang 2022. Der Rückgang entspricht einem Minus von 0,2 Prozentpunkten relativ zum Vormonat. Dies war im Wesentlichen auf fallende Energiepreise zurückzuführen. Die Kerninflation, die die Teuerung ohne Energie und Lebensmittel ausweist, stagnierte hingegen bei 5,5 %. Damit liegen die Preissteigerungen weiter deutlich jenseits des Inflationsziels der EZB von 2 %. Trotz der sich als resistent erweisenden Kerninflation blieben die Inflationserwartungen der Marktteilnehmer weitgehend unverändert. Auf Sicht von zehn Jahren signalisiert die deutsche 10-jährige Breakeven-Inflationsrate eine erwartete Teuerung von 2,4 %.

Hier spielt sicherlich mit hinein, dass die EZB in den letzten Monaten die geldpolitischen Zügel angezogen hat. Zuletzt stieg der Leitzins auf 4,25 % und für den nächsten Zinsentscheid im September wurde bisher keine Zinspause angekündigt. Dies hatte entsprechende Auswirkungen auf die Rendite deutscher Bundesanleihen, die in den letzten 12 Monaten deutlich anzogen. Bei zehnjährigen Papieren stieg die Rendite um 168 Basispunkte auf zuletzt 2,49 % p.a.


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