Risikofaktoren für die Portfolio-Performance
Northern Trust hat in einer Studie die Portfolios von 64 institutionellen Investoren weltweit ausgewertet und sechs Risikofaktoren identifiziert, die die Performance gefährden können. Als erstes werden nicht kompensierte Risiken seitens der Anleger genannt, welche beispielsweise Wechselkurs- sowie Länder- und Sektor-Exposures umfassen. Alle untersuchten Portfolios wiesen diese nicht kompensierten Risiken auf, die im Schnitt die Hälfte der aktiven Risiken ausmachten. Zweitens können sich Portfoliopositionen gegenseitig aufheben, z.B. durch Übergewichtung eines Titels im einen Teilportfolio und Untergewichtung im anderen. Ein weiterer Faktor war neben versteckten Risiken, die Kombination verschiedener klassischer Style-Portfolios oder Core-Satellite-Ansätze.

Quelle: Northern Trust
Zwar werden bestimmte Style Exposures mit einer Prämie kompensiert, jedoch können durch ungewollte und unbewusste Style-Verzerrungen negative Renditeeffekte entstehen. Beispielsweise kann ein Small-Cap-Portfolio zu einem negativen Quality-Effekt führen. Über die Hälfte der untersuchten Portfolios wies solche ungewollten Style-Konflikte auf. Schließlich besteht angesichts der Größe vieler institutioneller Portfolios das Risiko der Überdiversifikation. Die Analyse zeigte, dass die Implementierung weiterer Strategien ins Portfolio im Wesentlichen zu einer Reduzierung des Stock-Selection-Risikos führt – mithin also der Chance auf die Erzielung einer Überrendite.

Quelle: Northern Trust
Zuletzt kann das Timen von Manager-Wechseln zu negativen Performance-Effekten führen. Statt einen Manager zu finden, der eine dauerhafte Outperformance erwirtschaftet, ist es besser, einschätzen zu können, welchen Einfluss er auf das restliche Portfolio hat.
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