31.07.2023 | Research

Rebalancing vs. Buy-and-Hold

Rim El Bernoussi von Cronos Finance und Michael Rockinger von der University of Lausanne vergleichen in einem Research Paper die Performance von Buy-and-Hold-Ansätzen mit Portfolios, die regelmäßig die strategische Asset-Allokation durch Rebalancing wiederherstellen. Hierzu entwickeln die Autoren einen Ansatz, der Asset Managern die Konsequenzen von Rebalancing unter Berücksichtigung von Transaktionskosten und Autokorrelation aufzeigt und untersuchen, unter welchen Bedingungen die Sharpe Ratio von Rebalancing höher ist als bei Buy-and-Hold.

Simulationen zeigen eine große Bedeutung von Autokorrelation sowie der paarweisen Korrelation zwischen den Assets: Bei einer starken Mean Reversion dominiert Rebalancing gegenüber Buy-and-Hold. Bei negativ korrelierten Vermögenswerten und hohen Transaktionskosten ist die Buy-and-Hold -Strategie deutlich besser (außer wenn der Markt eine starke Mean Reversion aufweist). Nichtsdestotrotz kann Rebalancing für risikoaverse Anleger sinnvoll sein, da hierdurch die Volatilität reduziert wird.

Für den Zeitraum 1999 bis 2021 testen die Autoren ihren Ansatz für ein Multi-Asset-Portfolio, das aus einem risikofreien Asset, Anleihen sowie verschiedenen Aktienindizes besteht. Wird die Portfolioallokation unter Berücksichtigung von Transaktionskosten auf reale Daten angewandt, erweist sich eine Strategie mit fester Gewichtung in Bezug auf Rendite und Risiko als besser als eine Buy-and-Hold-Strategie, solange die Transaktionskosten angemessen bleiben. Dieses Ergebnis lässt sich durch Autokorrelationen und Kreuzkorrelationen des Portfolios während des gewählten Zeitraums erklären.


Quelle: El Bernoussi, Rockinger, 2022


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