Abflüsse aus UCITS und AIF
Europäische UCITS und AIFs mussten 2022 erstmals seit zehn Jahren Abflüsse auf Netto-Basis hinnehmen, zeigt eine umfangreiche Auswertung der EFAMA. UCITS-Vehikel verloren ca. 167 Mrd. Euro Investorengelder, aus AIFs wurden knapp 105 Mrd. Euro abgezogen. Das Netto-Vermögen der Branche summierte sich Ende 2022 auf 19 Bio. Euro, bedingt durch die Marktentwicklung rund 13 % weniger als im Vorjahr. Auf Sicht von zehn Jahren konnte die Branche dennoch ein deutliches Wachstum verbuchen und mehr als 5 Bio. Euro Investorengelder einsammeln.

Quelle: EFAMA
Netto-Abflüsse betrafen insbesondere Anleihefonds, die vom steigenden Zinsumfeld getroffen wurden. Zuflüsse im UCITS-Bereich konnten dagegen SFDR-Artikel-9-Fonds realisieren, sowie ETFs, die 20 Mrd. Euro bzw. 86 Mrd. Euro einnahmen.

Quelle: EFAMA
Ein anhaltender Trend der letzten Jahre sind sinkende Kosten. Aktien-UCITS kosteten im Mittel 87 Basispunkte, Bond-Fonds 58 Basispunkte. Die Autoren erwarten, dass der Wettbewerb zwischen aktiven Managern sowie zu passiven Strategien auch in den kommenden Jahren zu Kostendruck führen wird. In Folge dessen steigt die relative Bedeutung großer Fonds. So stieg der Marktanteil von Fonds mit mehr als 10 Mrd. Euro Vermögen in den letzten zehn Jahren von 14 auf 18 %. Kleine Fonds mit weniger als 100 Mio. Euro under Management verloren dagegen die Hälfte ihres Marktanteils und kamen Ende 2022 auf 4 % des verwalteten UCITS-Vermögens in Europa.
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