Klimawandel: nur punktuelle Erfolge bei der Transformation
Ein Bericht verschiedener NGOs zieht eine ernüchternde Bilanz der internationalen Klimapolitik. Zehn Jahre nach dem Pariser Abkommen ist keiner der 45 untersuchten Indikatoren auf Kurs, um die Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. In fünf Bereichen verschlechtert sich die Entwicklung sogar – etwa bei der öffentlichen Finanzierung fossiler Energien, der weiter steigenden Kohleverstromung, der stagnierenden Dekarbonisierung der Stahlindustrie, dem zunehmenden Anteil des Pkw-Verkehrs und anhaltend hohen Lebensmittelverlusten. Für 29 Indikatoren verläuft der Fortschritt deutlich zu langsam, nur bei sechs bewegt sich die Entwicklung in die richtige Richtung, aber nicht schnell genug.

Quelle: Bezos Earth Fund, Climate Analytics, ClimateWorks Foundation, the Climate High-Level Champions, World Resources Institute
Besonders problematisch sind die anhaltende Entwaldung und die schleppende Reduktion der Emissionen aus Kohle- und Gaskraftwerken. Um die Ziele für 2030 zu erreichen, müsste der Rückgang der Entwaldung neunmal schneller erfolgen, der Ausstieg aus Kohlekraftwerken mehr als zehnmal so rasch wie aktuell. Der Anteil von Solar- und Windenergie wächst zwar mit rund 13 % pro Jahr, erforderlich wäre aber mehr als eine Verdopplung dieser Dynamik. Auch die weltweite Klimafinanzierung müsste sich bis 2030 jährlich um fast 1 Bio. USD erhöhen.

(Bildausschnitt) Quelle: Bezos Earth Fund, Climate Analytics, ClimateWorks Foundation, the Climate High-Level Champions, World Resources Institute
Trotzdem zeigen einzelne Fortschritte, dass Wandel stattfindet. Die privaten Klimainvestitionen stiegen 2023 auf 1,3 Bio. US-Dollar, der Anteil erneuerbarer Energien am globalen Strommix überschritt 40 %, und die installierte Solarkapazität in China erreichte 1 Terawatt. Der Bericht kommt jedoch zu dem Schluss, dass diese Erfolge punktuell bleiben und eine umfassende, beschleunigte Transformation aller Sektoren dringend erforderlich ist.
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