Inflationsrate geht langsam zurück – Nachfrage nach inflationsindexierten Anleihen sinkt
Die Inflationsrate in der Eurozone hat sich in den vergangenen Monaten von über 10 % in etwa halbiert. Im August stagnierte sie bei 5,3 % und sank damit im Gegensatz zu den Erwartungen der Marktteilnehmer nicht weiter ab. Wesentlicher Grund für diese Entwicklung waren höhere Energiepreise, was sich auch darin widerspiegelt, dass die Kerninflation, die die Preisentwicklung ohne Energie und Lebensmittel abbildet, um 0,2 Prozentpunkte zurückging. Damit stellt sich für die EZB beim nächsten Zinsentscheid am 14. September die Frage, ob es zu einer weiteren Erhöhung der Leitzinsen kommt oder ob eine Zinspause eingelegt wird. Eine klare Aussage seitens der EZB-Repräsentanten oder eindeutige Erwartungen der Marktteilnehmer sind bislang noch nicht erkennbar.

Zumindest die Anleger scheinen ihre Sorgen vor einer steigenden Teuerung hinter sich gelassen zu haben. Die Asset Flows in Strategien mit Fokus auf inflationsindexierte Anleihen drehten schon deutlich vor dem Erreichen des Hochpunktes bei der Inflationsrate ins Negative. Seit Mai 2022 zogen die Anleger in nahezu jedem Monat netto Mittel ab – trotz damals noch steigender Inflationsraten. Seitdem summierten sich die Mittelabflüsse auf insgesamt 2,7 Mrd. Euro. Dies entspricht 18,8 % relativ zum verwalteten Vermögen im April 2022. Im Wesentlichen traf dies Indexfonds und ETFs, wie hier aufgezeigt.

Das Top Quartile der Asset Manager für inflationsindexierte Anleihen analysiert Absolut Research jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Fixed Income Inflation-Linked Bonds. Das komplette Spektrum der zu erzielenden nominalen und realen Zinserträge zeigt die wöchentlich aktuelle Publikation Absolut|monitor Global Fixed Income.

Noch nicht als institutioneller Investor registriert? Kein Problem, registrieren Sie sich hier und erhalten Sie Ihre kostenlosen Zugangsdaten.