14.04.2026 | Märkte

Fundamentale Verbesserungen in Emerging Markets

Die zunehmende Stärke von Schwellenländern wird immer stärker durch interne Faktoren getragen, insbesondere durch wirtschaftliches Wachstum, Innovation und sektorale Transformation sowie steigende inländische Kapitalflüsse, wodurch sich Stabilität und Marktstruktur nachhaltig verändern, zeigt eine Analyse von Robeco. Schwellenländer stellen inzwischen rund 60 % der globalen Wirtschaftsleistung auf Kaufkraftbasis und dürften weiterhin schneller wachsen als Industrieländer. Gleichzeitig sind die Verschuldungsniveaus in vielen Ländern geringer, was größere wirtschaftspolitische Flexibilität ermöglicht. Die Bedeutung des Handels innerhalb der Schwellenländer nimmt zu, während die Abhängigkeit von einzelnen Industrieländern sinkt. Parallel dazu hat sich die sektorale Struktur deutlich verschoben. Technologie ist mittlerweile der größte Sektor im MSCI-EM-Index, während rohstoffnahe Industrien an Bedeutung verloren haben. 


Quellen: Robeco, S&P, IWF

Ein zentraler Treiber ist der zunehmende Vermögensaufbau. Die Zahl der Konsumenten und der Mittelschicht wächst deutlich, wodurch sich Spar- und Anlagevolumina erhöhen. Lokale institutionelle Investoren wie Pensionsfonds und Versicherungen gewinnen als Kapitalquelle in den Schwellenländeraktienmärkten an Bedeutung. Am Beispiel Indien wird gezeigt, dass regulatorische Maßnahmen und neue Anlagevehikel zu regelmäßigen Zuflüssen in Aktien geführt haben; diese wirkten stabilisierend und hielten die Aktienrenditen trotz Nettoverkäufen ausländischer Investoren im positiven Bereich. Regulatorische Reformen und technologische Innovationen erleichtern den Zugang zu Kapitalmärkten zusätzlich. Gleichzeitig haben die Kapitalmärkte an Tiefe gewonnen und erreichen in einzelnen Ländern wie z.B. China, Indien und Südkorea Größenordnungen, die mit entwickelten Märkten vergleichbar sind.


Quellen: Robeco, MSCI

Vor diesem Hintergrund hat sich auch das Risikoprofil verändert. Die Volatilität von Schwellen- und Industrieländern hat sich über das letzte Jahrzehnt angenähert, unterstützt durch stabilere Institutionen, glaubwürdigere Geldpolitik und positive Realzinsen. Insgesamt wird ein Umfeld beschrieben, in dem Schwellenländer weniger als homogener Block zu betrachten sind und differenzierte Allokationsentscheidungen an Bedeutung gewinnen.


Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Schwellenländeraktien jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Equity Emerging Markets. Insgesamt analysiert Absolut|ranking mehr als 16.000 aktive und passive Strategien von 2.000 Asset Managern, aufgeteilt auf 34 Assetklassen und Marktsegmente sowie mehr als 200 Universen. Individuelle Mandate und Spezialfonds können ebenfalls untersucht werden.

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