23.09.2019 | Märkte

FSB: Implikationen für Stabilität durch FinTechs

Das Financial Stability Board (FSB) hat in einem Marktbericht von Anfang 2019 die Auswirkungen durch Tech-Unternehmen und insbesondere FinTechs auf die Effizienz und Stabilität der Finanzmärkte untersuch. Demnach scheint die Beziehung zwischen etablierten Finanzinstituten und FinTechs bisher komplementär und kooperativ zu sein. FinTechs hatten in der Regel zu wenig Zugang zu kostengünstiger Finanzierung oder zu einem ausreichend großen Kundenstamm, um nennenwerte Marktanteile zu gewinnen. In Partnerschaft mit etablierten Häusern können FinTech-Unternehmen dagegen als relativ kleine Unternehmen rentabel arbeiten und - abhängig von Rechtsprechung und Geschäftsmodell - von einigen Finanzvorschriften entlastet werden. Gleichzeitig profitieren sie vom Kundenstamm, während etablierte Institute Zugang zu innovativen Technologien erhalten.


Quelle: FSB

Ausnahmen stellen die Bereiche Zahlungsverkehr und Kreditbereitstellung dar. Die Bedeutung von FinTech-Krediten steigt, macht in den meisten Ländern aber nur einen geringen Anteil der Gesamtkredite aus. Größeren Einfluss könnten die großen Tech-Konzerne, wie Alibaba, Tencent, Amazon, Google oder Facebook, haben. Sie verfügen in der Regel über ein etabliertes Netzwerk und könnten firmeneigene Kundendaten verwenden, die über andere Dienste wie soziale Medien generiert wurden, um ihre Angebote an die Präferenzen einzelner Kunden anzupassen. Dennoch sehen die Autoren bislang keine gravierenden Risiken für die Marktstabilität oder die Rentabilität etablierter Finanzinstitute. Im Fokus des FSB stehen die Überwachung der Auswirkungen des verschärften Wettbewerbs auf Rentabilitäts- und Kreditstandards sowie die Gefahren durch Cyberrisiken.

 

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