Develop-and-Hold-Wohnprojekte als Asset-Klasse
Das Segment Wohnprojektentwicklung für den eigenen Bestand wächst in Deutschland sowohl absolut als auch relativ stark, zeigt eine Studie von Empira in Zusammenarbeit mit Bulwiengesa. Bis zum Jahr 2024 befinden sich in den 7 Top-Wohnungsmärkten Deutschlands demnach 1,1 Mio. Quadratmeter jährlich mit einem Marktwert von 34,8 Mrd. Euro in der Entwicklung. Dies entspricht einem Anstieg um 4 bzw. 7 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Volumen für Entwicklung und anschließenden Verkauf ging dagegen leicht zurück auf 2,1 Mio. Quadratmeter. Dies summiert sich auf einen jährlichen Anstieg von 42.700 Wohneinheiten, was allerdings wie schon im Vorjahr unter dem erwarteten Bedarf von 56.200 Einheiten bleibt.

Quelle: Empira
Damit wächst auch die anteilige Bedeutung von Develop-and-Hold weiter. Binnen eines Jahres stieg der Anteil am gesamten Wohnentwicklungsgeschäft um 3 Prozentpunkte auf 33 %. Dabei zeigen sich je nach untersuchter Stadt deutliche Unterschiede hinsichtlich des Anteils an Develop-and-Hold-Projekten am Gesamtmarkt. Während dieses Segment in Stuttgart 41 % ausmacht, sind es in Düsseldorf nur 26 %.
Ein wesentlicher Treiber von Develop-and-Hold ist die Nachfrage privater Investoren. In den untersuchten Top-7-Wohnungsmärkten nahm der Anteil der privat finanzierten Projekte von 26,9 auf 30,6 % zu, wohingegen der Anteil der öffentlichen Bauherren weiter rückläufig war. Auch hier gibt es deutliche Unterschiede zwischen den untersuchten Städten. Beschleunigt wird der Trend durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die öffentlichen Haushalte.

Quelle: Empira
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