14.04.2025 | Märkte

Hohe Marktkonzentration verändert aktives Aktienmanagement

Das Gewicht der zehn größten Aktien im S&P 500 ist von 18 % vor zehn Jahren auf über 35 % im Jahr 2024 gestiegen, zeigt ein Bericht von AQR, der Herausforderungen für das aktive Management ableitet.

Auch die Länder- und Branchenkonzentration hat zugenommen. Der US-Anteil am MSCI World Index stieg von 56 % auf über 70 %, der IT-Sektor im S&P 500 von 19 % auf 30 %. Im Jahr 2023 war der IT-Sektor für mehr als die Hälfte der Indexgewinne verantwortlich - insbesondere die „Magnificent Seven“ (Apple, Microsoft, Nvidia, Amazon, Google, Meta und Tesla). Dieser Trend setzte sich auch 2024 fort, wobei allein Nvidia ein Fünftel der Marktrendite beisteuerte.

Obwohl Investoren konzentrierte Märkte häufig mit einem höheren Risiko assoziieren, zeigt ein Vergleich der rollierenden Volatilität eines kapitalisierungsgewichteten und eines gleichgewichteten US-Aktienindex zwischen 2015 und 2024 keinen eindeutigen Anstieg des relativen Risikos. Demnach bedeutet eine höhere Gewichtung der größten Unternehmen im Index nicht zwangsläufig ein höheres Konzentrationsrisiko, sofern diese Unternehmen breit diversifiziert sind.
 


Quelle: AQR (2025)


Stärkerer Wettbewerb, Marktkonzentration und Marktineffizienzen im US-Large-Cap-Universum erschweren es aktiven Managern – stärker als bei Small Caps oder Emerging Markets –, Top-Benchmarks zu übertreffen. In den letzten zehn Jahren gelang dies nach Gebühren nur dem obersten Quartil der Manager.

Ein Vergleich zwischen diskretionären und systematischen Managern zwischen 2022 und 2024 zeigt, dass die Ergebnisse der diskretionären Manager stark variierten, da ihre Portfolios weniger Titel enthielten als die der systematischen Manager. So profitierten Manager mit hohen Technologiepositionen, während Manager ohne Exposure Verluste hinnehmen mussten. Im Gegensatz dazu erzielten systematische Manager mit diversifizierten Strategien eine stabilere Performance und vermieden extreme Schwankungen.
 


Quelle: AQR (2025)


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