Attraktivität von EM-Bonds steigt
Gestützt von der langsameren Zinsanhebung der Federal Reserve sehen Investoren die Perspektiven des Anleihenmarktes wieder positiver. Dabei besteht ein besonderes Interesse der institutionellen Anleger an Schwellenländeranleihen, zeigt eine Studie von Vontobel. 57 % der Befragten hält einen Anteil von 2 bis 5 % Schwellenländeranleihen innerhalb des Fixed-Income-Portfolios, bei 40 % machen EM Bonds mehr als 5 % des Anleihenportfolios aus. Mehrheitlich wird von einer zukünftigen Ausweitung der Allokation ausgegangen. Dies betrifft sowohl Unternehmens- als auch Staatsanleihen und gemischte Strategien. Gründe hierfür sind vor allem erwartete Wertsteigerungen, aber auch hohe Liquidität und Ertragsgenerierung. Befragt wurden 203 institutionelle Investoren weltweit.

Quelle: Vontobel
Im Vergleich zu den anderen Segmenten des Marktes für Schwellenländeranleihen waren Lokalwährungsanleihen von geringerem Interesse. Lediglich 38 % der Befragten planen hier eine Ausweitung ihrer Engagements in den kommenden zwei Jahren. Dennoch ist das Segment aufgrund der Zinsentwicklung in den Industrieländern für die Investoren attraktiver geworden. Als weitere positive Faktoren werden Portfoliodiversifikation und mögliche Währungsgewinne genannt.

Quelle: Vontobel
Für die kommenden zwei Jahre sehen die Anleger breit diversifizierte, aktiv verwaltete Ansätze für Schwellenländeranleihen als sinnvollste Strategie, gefolgt von konzentrierten High-Conviction-Ansätzen. Beides zeigt einen Fokus auf aktives Management. ESG-Kriterien spielen bei Emerging Market Bonds – obwohl bei Anleihen allgemein als drittwichtigstes Kriterium genannt – nur eine nachgelagerte Rolle. Nachhaltigkeit wird nur an Platz sieben der Prioritäten bei Schwellenländeranleihen-Investments genannt.
Das komplette Spektrum der aktuell zu erzielenden Zinserträge zeigt die wöchentlich aktuelle Publikation Absolut|monitor Global Fixed Income.