World Economic Forum: Umweltrisiken für Anleger nehmen zu
Das World Economic Forum hat den diesjährigen Global Risk Report veröffentlicht, in dem die weltweit größten Risiken anhand der Einschätzungen von über 700 Experten ermittelt und untersucht wurden. Die Risikowerte werden den Bereichen Wirtschaft, Umwelt, Geopolitik, Gesellschaft und Technologie zugeordnet.
Auch in diesem Jahr stechen demnach insbesondere Umweltrisiken heraus. Dementsprechend wurden alle fünf Umweltrisiken – extreme Wetterereignisse, Zusammenbruch des Ökosystems, Naturkatastrophen, vom Menschen verursachte Umweltkatastrophen und das Scheitern von Klimaschutz und Anpassungen an den Klimawandel – hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Wirkung als hoch eingestuft. Extreme Wetterereignisse haben die größte Eintrittswahrscheinlichkeit, gefolgt von Naturkatastrophen und Cyberattacken. Die größten Schäden werden durch Massenvernichtungswaffen erwartet, gefolgt von extremen Wetterereignissen und Naturkatastrophen.

Quelle: World Economic Forum
Die Wahrscheinlichkeit von Cyberangriffen und Datendiebstahl haben ebenso zugenommen, was u.a. durch die wachsende digitale Angriffsfläche bedingt wird. Wirtschaftliche Risiken sind hingegen weniger stark ausgeprägt. Mit Blick auf das potenziell starke Wirtschaftswachstum empfehlen die Autoren, die Problemfelder anzugehen.
Rund 60 % schätzen, dass die Risiken dieses Jahr wachsen werden, 7 % rechnen mit einer Verringerung. Angetrieben durch die geopolitische Konstellation, glauben 93 %, dass sich die politische und wirtschaftliche Auseinandersetzung zwischen den Großmächten verschärfen wird. Gleichzeitig nimmt die Geschwindigkeit des Wandels deutlich zu, die Fähigkeiten um Schritt zu halten, könnten allerdings nicht ausreichen.
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