Klimarisiken bei Real Estate
Der Klimawandel bringt für Anleger in Immobilien neue Risiken mit sich. Gebäude sind einerseits physischen Risiken ausgesetzt und unterliegen andererseits regulatorischen Veränderungen, die mit der Transformation in Richtung nachhaltiger Entwicklung verbunden sind. Das Urban Land Institute hat in einem Marktbericht die durch den Klimawandel verursachten Risiken untersucht und entsprechende Ansätze zum Risikomanagement zusammengestellt. Datengrundlage ist eine Literaturanalyse und eine Befragung unter 25 Immobilieninvestoren, Asset Managern und Anlageberatern weltweit.

Quelle: ULI (Ausschnitt)
Demnach verlassen sich viele Investoren weiterhin auf eine Absicherung über Versicherungen, statt ihr Risiko über Direktinvestitionen in Objekte zu verringern, die Klimarisiken weniger stark ausgesetzt sind. Hier ist ein Wandel erforderlich, da die Versicherungsprämien steigen bzw. die verfügbare Schadensdeckung sinken werden. Bei einer Erderwärmung von über 4°C sind Versicherungen demnach nicht mehr wirtschaftlich. Insgesamt haben Klimarisiken in der Anlagestrategie bisher ein nur sehr geringes Gewicht und die kurzfristigen Renditeerwartungen überlagern die langfristigen Risiken. Nehmen Naturereignisse wie Hurrikane aber zu, könnte sich die Einstellung hierzu ändern.
Für die Berücksichtigung physischer Klimarisiken im Portfolio gibt es verschiedene Ansätze: Das Mapping von Naturereignissen, wie Überflutungen, Hitzewellen oder Hurrikans, wo allerdings auf vergangene Daten zurückgegriffen wird; die Integration von Klimarisiken in den Due-Diligence-Prozess über einen Climate Change Risk Index oder Catastrophe Score.; oder die Weiterentwicklung von Bestandsobjekten. Hierbei werden Immobilien nicht nur an den Klimawandel angepasst, es wird auch darauf geachtet, dass sie zum Klimaschutz beitragen.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Nachhaltigkeit jeden Monat in den Publikationen Absolut|ranking Sustainability Equity und Sustainability Balanced & Fixed Income. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 16.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 34 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 160 Universen.