Einbindung von Faktorstrategien in aktiv verwaltete Portfolios
BlackRock hat in einer Marktanalyse anhand mehrerer Case Studies die Einbindung von Faktorstrategien in aktiv verwaltete Portfolios beschreiben. Viele Asset Manager fokussieren sich auf ein oder zwei Faktoren und vernachlässigen dabei andere Rendite-Quellen. Indem weitere Faktorstrategien ergänzt werden, die fehlende Faktoren abdecken, können höhere Renditen erzielt bzw. Risiken gesenkt und Diversifikationspotenziale ausgeschöpft werden. Durch die Beimischung von Momentum und Quality Allokationen in eine Large-Cap-Strategie über ETFs können etwa die Downside-Risiken gesenkt werden. Auch können Manager bei starken Mittelzuflüssen über einen passenden Faktor-ETF Zeit gewinnen, um zur Strategie passende Einzelwerte zu finden, ohne in der Zwischenzeit ein abweichendes Risiko-Profil aufzuweisen. 
Quelle: BlackRock
Eine weitere Möglichkeit besteht in der Ausnutzung der Zyklizität von Faktoren. Aktive Asset Manager können bei kurzfristiger Über- oder Untergewichtung einzelner Faktoren diese zyklischen Effekte nutzen und dennoch auf lange Sicht ein positives Exposure zu allen Faktoren beibehalten. Ob dies über ETFs oder Einzelwerte umgesetzt wird, hängt von den Handelsmöglichkeiten und den Fähigkeiten des Managers ab, die Auswirkungen auf die Faktor-Exposures genau zu erfassen. Auch Multi-Manager-Portfolios können von Faktorstrategien profitieren. Hierzu untersuchen die Autoren ein beispielhaftes Multi-Manager-Portfolio und zeigen, dass die Ersetzung von Managern mit Underperformance durch Faktor-ETFs die Performance verbessert werden kann. Weiterhin können die ETFs in diesem Kontext zur Liquiditätssteuerung dienen.
Quelle: BlackRock
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