Wechsel im Fondsmanagement ohne Auswirkung auf Performance
In dem Forschungspapier „The Aftermath of Fund Management Change“ untersuchen Madison Sargis und Kai Chang von Morningstar die Auswirkungen eines Management-Wechsels bei Investmentfonds auf deren anschließende Performance sowie die Reaktionen der Investoren. Unabhängig vom untersuchten Zeitrahmen gibt es keinen Zusammenhang zwischen einem Wechsel im Management und der anschließenden Fondsperformance. Selbst die statistisch signifikanten Ergebnisse sind ökonomisch zu vernachlässigen: Fonds mit Alpha oberhalb des Medians, die in den vergangen sieben bis 12 Monaten einen Management-Wechsel verzeichnet haben, konnten in den anschließenden 12 Monaten eine um 0,1 Basispunkte höhere Bruttorendite erzielen. Die Ergebnisse implizieren, dass die Fondsindustrie ihre Nachfolgeplanung durch die starke Einbindung von Management- und Research-Teams erfolgreich managt. Das Sample besteht aus US-Fonds für den Zeitraum 2003 bis 2016. Als Management-Wechsel gilt auch das Eintreten bzw. Ausscheiden einzelner Personen bei Management-Teams. 
Quelle: Morningstar
Trotz der beobachteten Insignifikanz eines Management-Wechsels reagieren Anleger mit Mittelabflüssen, die über einen Zeitraum von bis zu 36 Monaten persistent sind und sich in niedrigeren Wachstumsraten niederschlagen. Gemessen an der Wachstumsrate besonders von Abflüssen betroffen sind Fonds mit hohen Volumina, auch wenn bei diesen die Wahrscheinlichkeit einer Performance-Änderung genauso gering ist wie bei kleineren Produkten. Eine Ausnahme stellen Fonds mit hohem Alpha dar. Dieser Effekt ist allerdings nur kurzfristig: Bleibt die Performance nicht konsistent, endet auch die Vorzugsbehandlung der Anleger. Auffällig ist, dass die Erfahrung der Fondsmanager keine Auswirkungen auf die Investorenreaktion hat. Weder bestrafen die Investoren den Verlust eines Managers mit sehr langjähriger Erfahrung in stärkerem Ausmaß, noch wird die Gewinnung eines erfahrenen Managers honoriert.
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