Versicherer setzen stärker auf externe Asset Manager
Europäische Versicherer planen in den kommenden zehn Jahren einen größeren Anteil ihres Portfolios durch externe Asset Manager verwalten zu lassen. Dies geht aus einer im Dezember veröffentlichten Analyse des Researchhauses Spence Johnson hervor. Demnach investieren europäische Versicherer derzeit 56 % ihres Portfolios indirekt über Asset Manager, davon 47 % über sogenannte Affiliated Asset Manager, die einer Versicherungsgruppe angehören und 9 % über unabhängige dritte Asset Manager. Bis 2025 erwarten die Autoren einen Anstieg der letztgenannten Quote um mehr als ein Drittel auf 12 %. Dieses Wachstum substituiert anteilsmäßig die direkt getätigten Kapitalanlagen der Versicherer, die von aktuell 44 % auf 40 % sinken werden.
Quelle: Spence Johnson
Zudem wird auch die Gruppe der Affiliated Asset Manager stärker auf externe, versicherungsunabhängige Vermögensverwalter zurückgreifen, schätzt die Studie. In der Summe wird der Portfolioanteil europäischer Versicherer, der von dritten, externen Managern verantwortet wird, von derzeit 12 % auf 16 % ansteigen. Hintergrund der Entwicklung sind einerseits regulatorische Anforderungen, die die Allokation europäischer Versicherungsunternehmen verändern und andererseits der generelle Branchentrend Asset-Management-Dienste auszugliedern.
Quelle: Spence Johnson
Diese Entwicklung wird durch ein weiteres Ergebnis der Analyse begründet. Versicherer treffen ihre Anlageentscheidungen demnach stärker lösungs- und ergebnisorientiert als in der Vergangenheit. Ziele wie die Verbesserung des Yields oder der Marktrendite, die Steigerung der Portfolioeffizienz oder die Senkung der Portfoliovolatiltät stehen hier im Fokus, während produkt- oder strategiebezogene Aspekte in den Hintergrund getreten sind. Dabei steigt die Nachfrage nach spezialisierten Asset Managern, die Lösungen bieten, welche ein Versicherer inhouse nicht umsetzen kann.
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