Trends bei europäischen Private-Equity-Beteiligungen
Trotz einem eher pessimistischen Ausblick auf die konjunkturelle Lage rechnet die europäische Private-Equity-Branche damit, dass die Transaktionsanzahl im Jahr 2020 etwa dem Vorjahresniveau entsprechen wird, zeigt eine Studie von Roland Berger, die im Februar erschienen ist. Sie basiert auf Befragungen von 2.500 Teilnehmern europäischer Private-Equity-Unternehmen. Während der Ausblick in Skandinavien tendenziell positiv ist, wird für Großbritannien, Frankreich und die DACH-Region kein Wachstum erwartet. Auch hinsichtlich des Transaktionsvolumens ist das Bild wenig einheitlich: Bei kleineren Transaktionen ist der Ausblick positiv, bei großen Transaktionen über 1 Mrd. Euro hingegen negativ. Wesentlicher Fokus dürften die Prolongation bestehender Fonds und Fundraising sein, weniger dagegen neue Investments und die Portfolioentwicklung.

Quelle: Roland Berger
Die attraktivsten Exit-Strategien sind Verkäufe an andere Private-Equity- oder strategische Investoren. Bei neuen Portfoliounternehmen wird von ähnlicher Attraktivität wie im Vorjahr ausgegangen. Dabei gehen allerdings 94 % der Befragten davon aus, dass die Bewertungsmultiplikatoren überbewertet sind. Dennoch dürften sich diese im Jahr 2020 im Mittel nicht verändern. Die wichtigsten Übernahmeziele sind weiterhin Mehrheitsbeteiligungen in Familienunternehmen und Secondary Buyouts. Auch hinsichtlich der Wettbewerbssituation und Finanzierungsquellen werden mehrheitlich keine Änderungen erwartet. Für die Wertschöpfung im Portfolio sind Stabilität der Portfoliounternehmen bei konjunkturellen Eintrübungen und ihre ökologische Nachhaltigkeit wichtige Faktoren.

Quelle: Roland Berger
Im Jahr 2019 wurden europaweit 1.405 Buyout-Transaktionen durchgeführt – knapp 200 mehr als im Vorjahr. Seit dem Jahr 2000 sind die Transaktionsvolumina im Schnitt um 7 % p.a. gewachsen.
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