Starkes Wachstum am deutschen Immobilienmarkt
Die Asset-Klasse Immobilien hat sich aufgrund des herausfordernden Marktumfelds für institutionelle Investoren mittlerweile als fester Bestandteil in der Kapitalanlage etabliert. JLL hat in einem Marktbericht, der im Januar 2016 veröffentlicht wurde, die Entwicklung des deutschen Investmentmarktes im letzten Quartal 2016 untersucht.
Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass das Transaktionsvolumen im vierten Quartal 2016 stärker als erwartet angestiegen ist. Grund für das starke Wachstum im Vergleich zu den Vormonaten waren großvolumige Einzel- und Portfoliotransaktionen. Das gesamte Transaktionsvolumen im Jahr 2016 erreichte 52,9 Mrd. Euro und lag damit nur noch leicht unter dem Volumen im Jahr 2007 (54,7 Mrd. Euro) und 2015 (55,1 Mrd. Euro). In der Langzeitstatistik bewegt sich das Jahr 2016 somit auf Platz 3. Der leichte Rückgang des Transaktionsvolumens des gesamten Jahres 2016 ist auf das gesunkene Angebot passender Produkte bei wachsender Nachfrage zurückzuführen. 
Quelle: JLL
Im regionalen Vergleich waren vor allem die Städte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart gefragt, auf die ein Anteil des Transaktionsvolumens von 56 % entfiel (29,6 Mrd. Euro). Außerhalb dieser Zentren wurden 23 Mrd. Euro investiert, etwa 1 Mrd. Euro weniger als im Jahr 2015.
Die beliebteste Asset-Klasse war 2016 die Büroimmobilie (45 %), gefolgt von Einzelhandelsobjekten (23 %), Lager-/Logistik- und Hotelimmobilien (18 %), gemischten Immobilien (6 %) und Spezialimmobilien (11 %) wie Pflege- und Seniorenheime.
Die hohe Nachfrage nach Immobilien-Investments hat zu sinkenden Anfangsrenditen im Verlauf 2016 geführt. Bei den sieben größten Städten sanken die Spitzenrenditen von Büroimmobilien von 4,13 % (Q1 2016) auf 3,56 % (Q4 2016) ab. Gleichzeitig stiegen die Mieten weiter an, wodurch auch die Büro-Kapitalwerte 2016 über 20 % zulegten. Für das Jahr 2017 kann aber mit einem verlangsamten Preisanstieg gerechnet werden, so die Autoren. 
Quelle: JLL
Da nicht der bevorstehende Brexit den erneuten Anstieg im vierten Quartal 2016 hervorgerufen hat, sondern vielmehr der Niedrigzins, gehen die Autoren aufgrund der voraussichtlich verbesserten Marktbedingungen im Jahr 2017 davon aus, dass 2017 erneut ein Volumen von bis zu 50 Mrd. Euro erreicht wird.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Immobilien jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Real Estate. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 12.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.
In der Jubiläumsausgabe des Absolut|report 06|2016 untersuchen Mahdi Mokrane, David Baskeyfield, Amy Aznar und Daniel Pottorff von LaSalle Investment Management die Trends des deutschen Immobilienkreditmarkts unter Basel IV und zeigen die Potenziale von Mezzanine-Finanzierungen und Debt-Fonds für institutionelle Investoren auf.