Schweizer Pensionsfonds setzen auf Diversifizierung
Die Anlageentscheidungen Schweizer Pensionsfonds werden wesentlich durch das Ziel einer Portfoliodiversifikation beeinflusst, zeigt eine Studie der Universität St. Gallen und der Swiss Funds & Asset Management Association (SFAMA). Dazu greifen die Anleger vermehrt auf alternative Asset-Klassen zurück, wobei auch weiterhin die regulatorischen Höchstgrenzen meist nicht erreicht werden.
Um die Performance zu bewerten, betrachten die Pensionsfonds vor allem das Rendite/Risiko-Verhältnis der Assets, gefolgt von Netto-Returns. Angesichts der langfristigen Ausrichtung von Pensionsfonds werden die Portfolios mehrheitlich maximal einmal jährlich angepasst, nicht nur bei illiquiden Assets, sondern auch bei marktgängigen. Im Mittel bestehen die Portfolios der Pensionsfonds zu je 30 % aus Anleihen und Aktien sowie 22 % Immobilien und 8 % alternativen Investments wie Private Equity oder Hedgefonds. Lediglich 15 % der Befragten geben an, dass das Niedrigzinsumfeld keinen Einfluss auf die Investment-Entscheidungen hat. Sowohl Aktien als auch alternative Investments, hier vor allem Private Equity und Immobilien, werden im Portfolio stärker allokiert, während der Bond-Anteil zurückgefahren wird. An der Studie teilgenommen haben 86 Schweizer Pensionsfonds. 
Quelle: Universität St. Gallen / SFAMA
Im Mittel fallen Gesamtkosten (TER) in Höhe von 0,6 % an, davon rund drei Viertel für das Portfoliomanagement. Anleihen und Aktien sind in der Verwaltung am günstigsten mit 0,1 bis 0,3 %. Für alternative Anlagen, insbesondere Private Equity, liegen die Kosten wesentlich höher, allerdings auch die Nettorenditen. Trotz der vergleichsweise niedrigen Nettorenditen von Aktien und Anleihen sind die Befragten mehrheitlich zufrieden mit dem Verhältnis von Kosten und Rendite dieser Assets, wohingegen sie bei Private Equity und Hedgefonds deutlich skeptischer sind. Obwohl diese Asset-Klassen mit größeren Kosten für Screening und Due Diligence einhergehen, sind deren Nettorenditen allerdings oftmals deutlich höher und stabiler. Vor diesem Hintergrund empfehlen die Autoren, dass Pensionsfonds die Nettorenditen stärker berücksichtigen und weniger die Bruttorendite bzw. die Kosten singulär betrachten sollten.
Quelle: Universität St. Gallen / SFAMA
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