Risikobereitschaft der Versicherungsbranche wächst
Wesentliche Risiken für Versicherer sind schwache Wirtschaftswachstumsraten, niedrige Zinsen und geopolitische Risiken, zeigt eine im Oktober 2016 erschienene Studie von BlackRock. Noch vor dem Brexit-Votum wurden dazu 315 Versicherer weltweit befragt. In den nächsten 1-2 Jahren möchten 47 % der Befragten aus Renditegründen das Anlagerisiko steigern. Eine Beibehaltung des aktuellen Risikoprofils planen 46 % der Versicherer. Nur 8 % der Befragten möchten das Risiko-Exposures reduzieren. Nordamerika ist die Region mit der höchsten Risikoaversion, mehr als 10 % der Befragten planen dort eine Reduzierung des Anlagerisikos.
Quelle: BlackRock
Im Vergleich zu 2015 ist die Risikobereitschaft der Versicherer leicht gesunken, bleibt allerdings auf einem historisch hohem Niveau. Eine weitere Blitzumfrage unter mehr als 100 Befragten nach dem Brexit-Votum Ende Juni 2016 kommt zu dem Ergebnis, dass die Folgen des Votums bestehende Trends verstärken werden. Insbesondere wird mit einer Verlängerung der Niedrigzinspolitik gerechnet. 
Quelle: BlackRock
Die Allokationspläne der Versicherer zeigen, dass 50 % der Versicherer in den kommenden Monaten ihre Barbestände erhöhen möchten. Im Anleihensegment interessiert sich ein Großteil der Versicherer für Staatsanleihen. Hier planen 47 % der Befragten eine Ausweitung ihrer Positionen. In risikoreichere Anleihen möchten 41 % der Versicherer vermehrt investieren. Im Vergleich zu 2015 kann ein Rückgang des Anteils derer, die dazu bereit sind, ihre Positionen in Investment-Grade-Anleihen auszubauen, festgestellt werden.
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