PwC: Entwicklung der Weltwirtschaft bis 2050
PwC hat in einem Marktbericht die potenzielle Entwicklung der Weltwirtschaft bis zum Jahr 2050 analysiert. Die Autoren des Anfang 2017 veröffentlichten Reports prognostizieren ein Wachstum des Welt-Bruttoinlandsprodukts um durchschnittlich 2,6 % pro Jahr und ein Verdopplung bereits bis zum Jahr 2042.
Als Haupttreiber des Wirtschaftswachstums werden Entwicklungs- und Schwellenländer identifiziert, insbesondere Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexico, Russland und die Türkei. Während für diese Länder in den nächsten 34 Jahren eine durchschnittliche Wachstumsrate von 3,5 % pro Jahr realistisch ist, werden in den G7-Staaten (Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, UK, USA) voraussichtlich nur 1,6 % Wachstum pro Jahr erreicht. Im Jahr 2050 könnten demnach die Entwicklungs- und Schwellenländer 50 % des Welt-BIP auf sich vereinnahmen. Der Anteil der G7 läge dann bei etwa 20 %. 
Quelle: PwC
Wird die wirtschaftliche Entwicklung nicht mithilfe des BIP sondern anhand der Kaufkraftparität (purchasing power parity, PPP) analysiert, zeigt sich, dass China bereits die USA überholt hat und Frankreich bis 2050 nicht mehr zu den zehn größten Volkswirtschaften zählen wird. Innerhalb des GDP Rankings kann es zu deutlichen Verschiebungen kommen. Während Indien auf den zweiten Platz rücken und dadurch die USA auf den dritten Platz verdrängen könnte, wird für Deutschland ein Abstieg vom fünften auf den neunten Platz vorausgesagt. Die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft ist nach den Prognoseergebnissen Nigeria, das bis zum Jahr 2050 vom 22. Rankingplatz auf Rang 14 aufsteigen könnte.
Ausschnitt Figure 2: Projected GDP rankings (at PPPs)
Quelle: PwC
Mit zunehmendem Wirtschaftswachstum werden Entwicklungs- und Schwellenländer als Produktionsstandort weniger profitabel, aber interessanter für B2B-Geschäftsbeziehungen. Passende Geschäftsmodelle der internationalen Unternehmen sind hierfür zwingend notwendig. Für Investoren können sich durch die Ausnutzung der volatilen Entwicklung und kurzfristigen Schwankungen der Konjunkturzyklen und politischen Verhältnisse attraktive Potenziale ergeben.
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