01.10.2019 | Märkte

Potenzial der Büromärkte in Deutschland

Empira hat in einer Marktanalyse die Entwicklung und das Potenzial der 15 größten Büromärkte in Deutschland untersucht. Analysiert wurden u.a. Veränderungen der Beschäftigtenzahlen, Mietpreise, Renditen und Leerstände in diesem Segment. Demnach ist die Zahl der Bürobeschäftigten seit 2008 um 20 % auf ca. 11 Mio. gestiegen, während die jährliche Neubauleistung stagniert. Auf jeden neuen Bürobeschäftigten kommen lediglich 10 qm Fläche hinzu – benötigt werden aber mindestens 15 qm.

Die Büromieten der 15 Büromärkte unterscheiden sich deutlich voneinander. München ist mit über 21,80 EUR pro qm der teuerste Standort, dicht gefolgt von Berlin (19,34 EUR/qm) und Frankfurt am Main (18,43 EUR/qm). Zu den preiswerteren Städten zählen Leipzig (9,49 EUR/qm), Dresden (10,11 EUR/qm) und Bremen (10,13 EUR/qm).


Quelle: Empira, F+B GmbH

Werden Mietniveau und Vermietungsquote in Beziehung zueinander gesetzt, verändert sich die Attraktivität der Standorte leicht. Berlin und München sind dann besonders attraktiv für Investoren, da geringer Leerstand auf hohe Mieten trifft. Aber auch Bonn zeigt mit wenig Leerstand und Mieten im mittleren Segment ein gutes Niveau, während Frankfurt am Main und Düsseldorf eher schlecht abschneiden.


Quelle: Empira, F+B GmbH, TD 100 Cities Survey

Berücksichtigt man die Dynamik in den Büromärkten, zeigen neben Berlin auch Dresden und Leipzig attraktive Rahmenbedingungen. Die Mieten sind in den drei Städten in den letzten acht Jahren zwischen 30 und 80 % gewachsen, die Leerstandsquoten zwischen 6 und 10 Prozentpunkten gesunken.

Insgesamt sind die Spitzenrenditen seit 2012 stetig gesunken. Während in München häufig die niedrigsten Renditen erzielt wurden, fallen die Spitzenrenditen aktuell in Berlin am geringsten aus (2,8 %). Am oberen Ende des Rendite-Rankings steht mit 5,5 % Dortmund. Die Differenz zwischen renditestärksten und -schwächsten Standorten hat sich seit 2010 von 2,1 auf derzeit 2,7 Prozentpunkte vergrößert.


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