Bedeutung von Echtzeitdaten für Hedgefondsstrategien
Michael Brandt von der Duke University, Federico Nucera von der LUISS Guido Carli University und Giorgio Valente vom Hong Kong Institute for Monetary Research haben in ihrem Forschungspapier „Can hedge funds time the market“ untersucht, in wieweit Hedgefonds ihr Markt-Exposure in Abhängigkeit von der Veränderung makroökonomischer Variablen anpassen und welche Auswirkungen dies auf ihre Performance hat. Im Fokus stehen dabei die Reaktionen von Aktienhedgefonds auf real-time Informationen zu Veränderungen der wirtschaftlichen Lage. Im ersten Schritt messen die Autoren die Sensitivität der Markt-Exposures. 17 % der Fonds weisen eine signifikant positive Sensitivität auf, 9 % eine negative. Das Datensample umfasst 2224 Hedgefonds für den Zeitraum 1994 bis 2014.
Anschließend wird der Zusammenhang zwischen Sensitivität und Performance analysiert. Es zeigt sich, dass das Dezil mit der höchsten prozyklischen Marktsensitivität gegenüber dem Dezil mit der höchsten antizyklischen Sensitivität eine Outperformance von annualisiert 4 %erzielt hat. Das risikoadjustierte Alpha beträgt 5,5 % p.a. Im Zeitraum seit 1997 war ein Investment in die prozyklisch agierenden Fonds rund 5-mal so profitabel wie eine Anlage in den Antizyklikern, obwohl in der Zeit der Finanzkrise höhere Verluste entstanden sind. 
Quelle: Brandt, Nucera, Valente
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