22.02.2018 | Märkte

Hotelimmobilien: Von der Nische zum Mainstream

Hotelimmobilien haben sich in den letzten Jahren von einer reinen Nische zu einer interessanten Investmentopportunität entwickelt. Seit 2007 ist der Anteil an den Transaktionsvolumina auf dem westeuropäischen Immobilienmarkt von 4 auf 10 % gestiegen, zeigt BNP Paribas REIM in einer kurzen Marktanalyse. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2017 lag das Volumen mit 14 Mrd. Euro 16 % höher als im Vorjahreszeitraum. Gründe für diese Entwicklung sind einerseits zyklischer und andererseits fundamentaler Natur. Trotz des gesunkenen Renditeniveaus bieten Hotels nach wie vor einen Aufschlag gegenüber Büro- oder Einzelhandelsobjekten – bei meist lang laufenden Mietverträgen. Gerade in Märkten jenseits der Top-Standorte lassen sich nach wie vor Renditen jenseits der 5 % erzielen, wobei hier die Größe der Objekte dem jeweiligen Markt entsprechen muss.


Quelle: BNP Paribas REIM

Strukturell geht die Entwicklung vom Einzelhotel hin zu größeren Häusern bzw. Ketten, die für Investoren aufgrund höherer Transparenzstandards attraktiver sind. Wichtigstes Argument für Hotelinvestments ist nach Ansicht der Autoren das mittelfristige Wachstumspotenzial, das sich aus drei Quellen speist: Erstens nimmt die globale Verflechtung zu, was die Geschäftsreisetätigkeit steigert. Zweitens steigen in den Emerging Markets die Einkommen und damit die Nachfrage nach Freizeit-Tourismus. Zuletzt geht der Trend in den Industrieländern von materiellem Konsum hin zu Erlebniskonsum.


Quelle: BNP Paribas REIM

Risiken in dem Segment können sich aus Konkurrenzangeboten wie Airbnb ergeben, oder den sog. Übertourismus, der für attraktive Reiseziele ein wachsendes Problem darstellt. Insgesamt sehen die Autoren im selektiven Ankauf der Objekte den Schlüssel zum Erfolg der Investments. Dies betrifft neben der Lage auch die Kalkulierung zukünftiger Angebote, politische Entscheidungen und die konkrete Ausgestaltung von Miet- und Pachtverträgen.



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