13.10.2016 | Studie

Family Offices setzen auf Private Equity und Real Estate

Investments in Private Equity gewinnen bei Family Offices zulasten von Hedgefonds an Bedeutung und Alternative Investments nehmen mittlerweile 50 % der Portfolios ein. Zu diesen Ergebnissen kommt UBS in dem im September 2016 veröffentlichten „Global Family Office Report“.

Während Investments in Private Equity innerhalb der letzten 12 Monate um 2,3 Prozentpunkte angestiegen sind, haben Anlagen Hedgefonds um 0,9 Prozentpunkte abgenommen. Die Autoren gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird. Als Hauptgründe für die Umschichtung werden die hohen Gebühren und geringe Performance von Hedgefonds genannt. Eine ähnliche Entwicklung konnte auch bei der Aktien- und Anleihen-Allokation festgestellt werden. Nachdem beide Assetklassen im Jahr 2015 Verluste erwirtschafteten, fiel innerhalb der letzten 12 Monate der Portfolioanteil um 0,6 und 1,5 Prozentpunkte.


Quelle: UBS

Innerhalb der Private-Equity-Investments ist eine leichte Verschiebung von direkten hin zu indirekten Anlagen zu erkennen. So ist der Anteil an Private-Equity- Fonds im Vergleich zum Vorjahr um 10 % gestiegen. Die Einschätzung der Immobilieninvestments hat sich ebenfalls leicht verändert. Nach den Ergebnissen der Umfrage geht die Mehrheit davon aus, dass Wohnimmobilien eine Outperformance gegenüber Gewerbeimmobilien aufweisen werden.

Zukünftig planen 51 % der Family Offices, ihre Co-Investments auszuweiten. Eine ähnliche Entwicklung erkennen die Autoren auch bei Commodities-Anlagen. 29 % wollen ihre Allokation vergrößern und bei 63 % bleibt der Portfolioanteil unverändert bestehen. Weitere Abflüsse sind bei Schwellenländer-Anleihen und dem Cash-Bestand abzusehen. Insgesamt kann von einer Entwicklung hin zu einer Growth-Investmentstrategie gesprochen werden. 53 % der europäischen Family Offices verfolgen allerdings weiterhin eine Balanced- und 33 % eine Preservation-Strategie.

Die Performance der Family Office Portfolios erreichte in 2015 durchschnittlich lediglich 0,3 %, was vor allem auf den Aktien- und Anleihenanteil zurückzuführen ist. Europäische Family Offices schnitten aufgrund der hohen Immobilien- und Private-Equity-Allokation mit einer durchschnittlichen Rendite von 0,6 % am besten ab.


Quelle: UBS

32 % der Family Offices investieren bereits in Impact Investments, mit dem Ziel, eine positive Wirkung u.a. über Bildungs- oder Gesundheitsprojekte herbeizuführen. 30 % sind zurzeit nicht aktiv in diesem Segment, können sich aber vorstellen, wirkungsorientierte Anlagen in absehbarer Zeit umzusetzen.

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