Europäische ABS als Diversifikationselement
TwentyFour Asset Management hat in einem kurzen Marktbericht die Funktionsweise und Vorteile von ABS vorgestellt und die wesentlichen Unterschiede europäischer Produkte im Vergleich zu US-amerikanischen herausgearbeitet. Mit Ausnahme von CLO und CMBS sind ABS zumeist geographisch fokussiert und konzentrieren sich auf eine einzige Art verbriefter Assets. Bei ABS Deals werden im Regelfall unterschiedliche Tranchen mit verschiedenen Ratings emittiert. Die Zahlungsströme des unterliegenden Asset Pools dienen dann der Bedienung der verschiedenen Tranchen nach Rating-Rangfolge. Kommt es zu Ausfällen, ist also zunächst die Tranche mit dem untersten Rating betroffen. Erst dann, wenn diese Forderungen von den Verlusten vollständig aufgezehrt sind, wird die nächsthöhere Rating-Ebene belastet. 
Quelle: TwentyFour Asset Management
Europäische ABS weisen gegenüber den US-amerikanischen Varianten drei wesentliche Unterschiede auf. Zunächst sind die Finanzierungsvoraussetzungen in Europa wesentlich höher, beispielsweise muss bei Immobilienerwerben typischerweise ein gewisser Satz Eigenkapital in die Finanzierung eingebracht werden. Weiterhin müssen die Emittenten im Verlustfall die ersten Verluste selbst tragen, während bei US-Produkten die Risiken vollständig auf die Investoren übertragen werden. Zuletzt ist der Markt für US-Häuserkredite vollständig regressfrei. Dies heißt, dass die Banken nach der Übereignung der Sicherheit keine zusätzliche Forderung gegen den Schuldner haben, während in Europa die Möglichkeit besteht, auch darüber hinaus vom Schuldner die Rückzahlung zu verlangen. Dies spiegelt sich in deutlich niedrigeren Verlustraten bei europäischen ABS wider, welche bei 1% liegen, während die Quote in den USA 7,3 % beträgt. Europäische ABS können in einem Portfolio als zusätzliches Diversifikationselement eingesetzt werden. Anders als der Großteil des Fixed-Income-Segments ist das Zinsrisiko bei ABS marginal. Gegenüber Loans weisen sie den Vorteil des größeren Marktvolumens auf, erlauben ein Investment über verschiedene Risikoklassen, sind breiter diversifiziert und weisen höherer risikoadjustierte Renditen auf.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf ABS jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Credit Structured Bonds. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 25 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 100 Universen.