ESG-Transparenz erhöht Rendite von Emerging-Markets-Aktien
Der Asset Manager Alquity hat gemeinsam mit der Cass Business School untersucht, ob die Berücksichtigung von ESG-Kriterien die Performance eines Emerging- und Frontier-Markets-Aktienportfolios verbessert.
Der Studie zufolge weisen die Emerging Markets im Mittel schlechtere ESG-Disclosure-Werte auf als die Industriestaaten bei gleichzeitig höherer Varianz, haben sich aber über die letzten fünf Jahre stärker verbessert. Gründe dieser Entwicklung sind Druck von Regierungen, Regulatoren und institutionellen Investoren, aber auch die Finanzkrise, welche die Vorzüge von Transparenz und Responsible Ownership hervorgehoben hat.
Quelle: Alquity
Im zweiten Teil wird die risikoadjustierte Performance in Abhängigkeit von ESG-Disclosure-Wert und der jeweiligen Verbesserung des Wertes betrachtet. Sowohl für die Emerging Markets als auch für die Region Middle East & Africa geht eine Verbesserung der Offenlegung von ESG-Aspekten mit einer höheren Aktienrendite einher, während dies für die entwickelten Märkte nicht der Fall ist. Die Autoren führen dies auf die höhere Markteffizienz sowie die stärkere Bekanntheit der ESG-Risiken in den entwickelten Ländern zurück. Unter dem reinen Risikoaspekt schneiden Unternehmen mit höherem ESG-Score grundsätzlich besser ab.
Quelle: Alquity
Im dritten Teil analysieren die Autoren basierend auf Backtests die Performance eines ESG-Portfolios in den Emerging Markets mit zusätzlichen fundamentalen Filtern in Relation zum Gesamtmarkt. Während das ESG-Portfolio von 2010 bis 2015 eine Performance von rund 57 % erzielte, waren es bei der Benchmark lediglich 30 %. Die Volatilität ist allerdings höher. Wird die Blase der chinesischen A-Aktien herausgerechnet, sinkt die Outperformance des Nachhaltigkeitsportfolios, bleibt jedoch erheblich.
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