30.11.2017 | Studie

EIOPA-Studie: Versicherer erhöhen Anlagerisiken

Europäische Versicherungsunternehmen haben in den letzten fünf Jahren zunehmend in höher rentierende Assets investiert, zeigt der Investment Behaviour Report der europäischen Versicherungsaufsicht EIOPA. Zwar ist die generelle Asset Allokation seit 2011 weitgehend stabil geblieben. Anleihen machen mit 83,5 % (-0,1 Prozentpunkte) unverändert einen Großteil des Portfolios aus, in Aktien und anderen Investments sind 8,9 (-0,2 PP) bzw. 7,6 % (+0,4 PP) allokiert, wobei die Allokationen über die Länder sehr heterogen ausfallen.
Innerhalb der Asset-Klassen gibt es hingegen einen klaren Trend zu höher rentierenden Instrumenten: Eine Mehrheit der Befragten hat jeweils verstärkt in illiquidere und schlechter geratete Anlagen investiert, wobei letzteres teilweise durch Downratings bestehender Engagements zu erklären ist. Die Ergebnisse basieren hauptsächlich auf einer Befragung von 87 großen Versicherern aus 16 europäischen Staaten.


Quelle: EIOPA

Auffällig ist, dass der Anteil der Staatsanleihen in den Portfolios leicht zugenommen hat, was auch auf eine Zunahme der Emerging-Markets-Bonds zurückzuführen ist. Über die Hälfte der Befragten hat vermehrt in Anleihen längerer Laufzeiten investiert, wobei die Ausweitung der Duration vornehmlich den Bereich Staatsanleihen betrifft. Zwar ist der Anteil der Aktienengagements am Gesamtportfolio nahezu unverändert geblieben, jedoch ist darin der Anteil nichtnotierter Titel von 28 % auf 34 % angestiegen. Bei den sonstigen Investments ist eine leichte Ausweitung der Loan-Engagements und Derivate und eine entsprechende Abnahme der Immobilien zu beobachten. Seit 2011 ist der Anteil der unbesicherten Loans gesunken, während besicherte Loans ausgebaut wurden.


Quelle: EIOPA


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