Einfluss des Faktor-Exposures auf aktive Portfoliostrategien
MSCI hat in dem Forschungspapier „Anatomy of Active Portfolios“ die Zusammensetzung und Performance-Treiber globaler, aktiv verwalteter Fonds untersucht. Unterschieden wird zwischen den Einflüssen der Titelselektion und der Faktor-Exposures. Der Performance-Beitrag von Währungs-, Länder-, Sektor- und Style-Faktoren macht im langjährigen Mittel 55 % aus, während 45 % der Performance auf die Titelselektion zurückgeht. Dieses Ergebnis gilt sowohl für die Top-Fonds als auch die Produkte mit der schwächsten Performance. Unter den Faktoren ist der Beitrag der Style-Faktoren auf die aktive Performance am höchsten. Innerhalb der Style-Faktoren waren Momentum und Quality die mit dem größten positiven Beitrag zur aktiven Rendite, während Volatility und Dividend den negativsten Beitrag leisteten. Untersucht wurden 1.315 Fonds im Zeitraum 2003 bis 2016.
Quelle: MSCI
Zwar können die Autoren zeigen, dass die Fonds im Mittel ein positives Exposure zu ihren jeweiligen Ziel-Faktoren aufweisen: Fonds mit dem Begriff Momentum in ihrem Namen weisen entsprechend ein positives Exposure zum Momentum-Faktor auf. Dennoch ist der Performance-Beitrag anderer Faktoren mitunter größer. Bei Value-Fonds etwa entfallen auf die Faktoren Volatility, Momentum und Profitabilität 19, 18 und 17 %, während der Beitrag des Value-Faktors bei 15 % liegt. 
Quelle: MSCI
Zuletzt zeigen die Autoren, dass es sinnvoll ist, an die Anlagestrategie angepasste Benchmarks zur Performance-Evaluierung von Investment-Fonds zu verwenden, also beispielsweise einen Value-Index als Benchmark für einen Value-Fonds. So lassen sich die Treiber der Investment-Performance besser verstehen.
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