Dynamische Entwicklung deutscher Gewerbeimmobilien
JLL hat in einem Marktbericht die Entwicklung des deutschen Investmentmarktes für Gewerbeimmobilien im ersten Halbjahr 2017 untersucht. Das im ersten Quartal 2017 erreichte Transaktionsvolumen wurde im zweiten Quartal bereits übertroffen und umfasste insgesamt 25,8 Mrd. Euro, ein Plus von 47 % im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch lag die Nachfrage deutlich über dem Gesamtvolumen. 
Quelle: JLL
Mit Blick auf die regionale Verteilung kann eine zunehmende Risikoausweitung der Investoren beobachtet werden. Während das Transaktionsvolumen in den 7 Hauptzentren im Vergleich zum Vorjahr um 30 % auf insgesamt 12,4 Mrd. Euro zugelegt hat, ist es in den Zentren außerhalb der Big 7 um 66 % auf insgesamt 13,4 Mrd. Euro angestiegen. Hinsichtlich der Anlageschwerpunkte überwiegen in den Zentren weiterhin Büro- und Hotelimmobilien und in den Regionen außerhalb Einzelhandels-, Pflege- und Logistikimmobilien. Insgesamt stehen Büroimmobilien immer noch auf dem ersten Platz (40 %). Einzelhandelsimmobilien (19 %), die ehemals auf Platz zwei rangierten wurden von Logistikimmobilien (22 %) abgelöst, was auch auf ein Ende des Mietpreiswachstums zurückzuführen ist.
Der gewerbliche Wohninvestmentmarkt hat es auf ein Transaktionsvolumen von 6,2 Mrd. Euro geschafft, was einem Anstieg von 40 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Insgesamt ist ein Trend in Richtung kleinerer und werthaltiger Verkäufe zu beobachten.
Die Spitzenrenditen verharren aufgrund des Mietpreiswachstums und des Zinsniveaus weiterhin auf dem relativ niedrigen Stand. Bei Büroimmobilien liegen sie aktuell bei rund 3,5 %. Bis Ende 2017 wird über die Anlagekategorien hinweg ein Absinken im Mittel auf etwa 3,3 % erwartet. Vor allem im Logistiksegment könnten sich die Spitzenrenditen auf 4,5 % verringern.
Quelle: JLL
Zu den größten Transaktionen zählten Portfoliotransaktionen, also Pakete mit mehr als einer Immobilie. Insgesamt legten diese Transaktionen im Vergleich zum Vorjahr überdurchschnittlich um 92 % zu und erreichten ein Volumen von 9,4 Mrd. Euro. Auffällig war auch das starke Interesse institutioneller Investoren aus dem asiatischen Raum.
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