Augen auf bei alternativen Risikoprämien
Im August zeigt sich erstmals seit längerer Zeit, dass die Märkte Volatilität noch kennen. Im Zuge von Tropenstürmen in den USA und politischen Spannungen schnellte der VIX kurzzeitig nach oben. Liquide Alternatives verzeichneten dennoch einen guten Monat.
Für das kurze Hoch waren neben der robusten Performance alternativer Aktienstrategien auch anhaltende Trends in anderen Anlageklassen verantwortlich. So setzte beispielsweise der Euro seinen Höhenflug zum US-Dollar fort. Davon profitierten Managed-Futures- und FX-Strategien. Letztere werden in der Rubrik "Im Fokus" näher betrachtet. Da es am Devisenmarkt keine Beta-Prämie gibt, können FX-Strategien nur aktiv umgesetzt werden. Dabei kommen klassischerweise Strategien zum Einsatz, die darauf abzielen, alternative Prämien zu vereinnahmen - Carry, Value und Momentum sind hier die Stichworte.
Die Attraktivität insbesondere von Carry-Konzepten, die übrigens auch in einem Multi-Asset-Kontext umgesetzt werden können, diskutiert Dr. Ulrich Keller, Leiter und CIO Liquid Alternatives bei Credit Suisse, in seinem Kommentar. Diese seien aktuell als Yield-Alternative zu herkömmlichen Kreditportfolios interessant.
Neben Carry-Konzepten, die ökonomisch fundiert und empirisch nachgewiesen wurden, steht Anlegern heute auch eine Vielzahl weiterer alternativer Prämien zur Verfügung. Es sind derweil so viele, dass mancherorts auch vom "Factor Zoo" gesprochen wird. Viele dieser Prämien stützen sich jedoch allein auf Backtests. Sie versprechen eine stetige Wertentwicklung und niedrige Korrelationen zu herkömmlichen Assets. Warum, fragt der Autor unseres Gastbeitrags von La Francaise Investments Solutions, schlägt sich das nur selten positiv in den Portfolios der Investoren nieder? Er sieht die Ursache in einem mangelnden Verständnis über die korrelationsbeeinflussenden Faktoren der Prämien, sodass es regelmäßig zu einer Re-Korrelation der Faktoren kommt, gerade dann, wenn sie diversifizieren sollten. Anleger sollten die Ergebnisse von Simulationen und Backtests daher immer kritisch begutachten.
Ausgabe: Absolut|alternative 9-2017
Für das kurze Hoch waren neben der robusten Performance alternativer Aktienstrategien auch anhaltende Trends in anderen Anlageklassen verantwortlich. So setzte beispielsweise der Euro seinen Höhenflug zum US-Dollar fort. Davon profitierten Managed-Futures- und FX-Strategien. Letztere werden in der Rubrik "Im Fokus" näher betrachtet. Da es am Devisenmarkt keine Beta-Prämie gibt, können FX-Strategien nur aktiv umgesetzt werden. Dabei kommen klassischerweise Strategien zum Einsatz, die darauf abzielen, alternative Prämien zu vereinnahmen - Carry, Value und Momentum sind hier die Stichworte.
Die Attraktivität insbesondere von Carry-Konzepten, die übrigens auch in einem Multi-Asset-Kontext umgesetzt werden können, diskutiert Dr. Ulrich Keller, Leiter und CIO Liquid Alternatives bei Credit Suisse, in seinem Kommentar. Diese seien aktuell als Yield-Alternative zu herkömmlichen Kreditportfolios interessant.
Neben Carry-Konzepten, die ökonomisch fundiert und empirisch nachgewiesen wurden, steht Anlegern heute auch eine Vielzahl weiterer alternativer Prämien zur Verfügung. Es sind derweil so viele, dass mancherorts auch vom "Factor Zoo" gesprochen wird. Viele dieser Prämien stützen sich jedoch allein auf Backtests. Sie versprechen eine stetige Wertentwicklung und niedrige Korrelationen zu herkömmlichen Assets. Warum, fragt der Autor unseres Gastbeitrags von La Francaise Investments Solutions, schlägt sich das nur selten positiv in den Portfolios der Investoren nieder? Er sieht die Ursache in einem mangelnden Verständnis über die korrelationsbeeinflussenden Faktoren der Prämien, sodass es regelmäßig zu einer Re-Korrelation der Faktoren kommt, gerade dann, wenn sie diversifizieren sollten. Anleger sollten die Ergebnisse von Simulationen und Backtests daher immer kritisch begutachten.
Ausgabe: Absolut|alternative 9-2017