Liquidität muss kein Nachteil sein

Michael Busack
Das Segment der liquiden alternativen Fonds entwickelte sich in den ersten neun Monaten 2017 weitestgehend positiv. Trotz eines leichten Dämpfers im September war die Nachfrage stabil und dem Segment flossen seit Anfang des Jahres mehr als 40 Mrd. Euro zu.

Besonders nachgefragt waren in diesem Jahr alternative Multi-Asset- und Fixed-Income-Strategien, mit denen Investoren unterschiedliche Renditequellen erschließen bzw. ihre Portfolios angesichts weiterhin erwarteter Zinsanstiege robuster aufstellen können. Obwohl Equity-Long/Short-Strategien im laufenden Jahr die stärkste Performance zeigten, waren Investoren dem Segment gegenüber etwas verhaltener. Angesichts der lang anhaltenden Hausse liegt der Grund dafür möglicherweise in einer steigenden Skepsis hinsichtlich der künftigen Performance. Aufgrund eines im Regelfall vorhanden Long-Bias gilt es, die Manager gründlich zu analysieren, um auch in schwierigen Marktphasen von den Vorteilen der Liquid Alternatives zu profitieren.

Von den Vorteilen dieser Fonds ist auch David Saunders, Gründer und CEO von K2 Advisors, überzeugt. In seinem Kommentar hebt er insbesondere ihren liquiden Charakter hervor und kann darin keinen Nachteil erkennen. Der oft zitierte Illiquiditätsaufschlag von Hedgefonds kannnur von den wenigsten Strategien erzielt werden, da die meisten nur strukturell aber nicht auf Portfolioebene illiquide seien.

Liquidität, bzw. die Bereitstellung selbiger, steht auch im Mittelpunkt des Gastbeitrags von RP Crest. Hier werden insbesondere die Unterschiede in der Bereitstellung von Liquidität zwischen Aktieninvestments und volatilitätsbasierten Exposures zur Aktienrisikoprämie analysiert und eine dadurch bestehende Verbindung zur Sensitivität gegenüber Marktpreisblasen abgeleitet.


Ausgabe: Absolut|alternative 10-2017