Alles läuft, keine Sorge?
Im Oktober erreichte der Weltaktienmarkt sein dreizehntes positives Monatsergebnis in Folge,die Volatilität war phasenweise niedriger als die mittlere historische Volatilität bei Anleihen. An den Märkten lief es gut, wovon auch Liquid Alternatives profitierten. Kein Grund zur Sorge also?
Dass einiges für ein anhaltend positives Umfeld und künftig weiterhin niedrige Volatilitäten spricht, erläutert Dr. Andreas Sauer in seinem Kommentar. Globalisierung, Vernetzung, Digitalisierung hätten die Märkte tendenziell informationseffizienter gemacht. Durch Diversifikationsbestrebungen der Investoren und die Verfügbarkeit vielfältiger Derivate seien Portfolios besser vor Risiken zu schützen und weniger anfällig für einzelne Krisen.
Auch in Europa zeigt sich die Konjunktur besser als erwartet und hat dazu geführt, dass Unternehmen heute robuster dastehen als in der Vergangenheit. Aus Investorensicht ist das gesunkene Risiko zwar begrüßenswert, geht jedoch mit geringeren Erträgen einher, was sich an den niedrigen Spreads der Kreditmärkte zeigt. In dem Gastbeitrag argumentieren die Autoren von Chenavari Investment Managers, dass Long/Short-Strategien aktuell für Anleger eine attraktive Alternative darstellen können. So könne beispielsweise von relativen Bewertungsunterschieden oder steigenden Spreads und höherer Volatilität infolge einer geänderten Zentralbankpolitik profitiert werden.
Das anhaltende Wachstum der Liquid Alternatives zeigt, dass viele Investoren trotz der guten Stimmung an den Märkten nach Alternativen für unsicherere Zeiten suchen. Wie unsere Rubrik "Im Fokus" zeigt, liegt die Präferenz hierbei auf etablierten Strategien mit ansprechendem Track-Record. Das ist nachvollziehbar, da die Risiken einer Fondsschließung geringer sind. Diese Fonds stellen jedoch nicht immer die optimale Wahl dar.
Dennoch ist es richtig und wichtig, nach möglichen Alternativen zu klassischen Investments zu suchen. Stimmungen an den Märkten können schnell kippen, daher wäre ein "Weiter so, this time it's different" - wie zu jeder Zeit - mit Vorsicht zu genießen.
Ausgabe: Absolut|alternative 11-2017
Dass einiges für ein anhaltend positives Umfeld und künftig weiterhin niedrige Volatilitäten spricht, erläutert Dr. Andreas Sauer in seinem Kommentar. Globalisierung, Vernetzung, Digitalisierung hätten die Märkte tendenziell informationseffizienter gemacht. Durch Diversifikationsbestrebungen der Investoren und die Verfügbarkeit vielfältiger Derivate seien Portfolios besser vor Risiken zu schützen und weniger anfällig für einzelne Krisen.
Auch in Europa zeigt sich die Konjunktur besser als erwartet und hat dazu geführt, dass Unternehmen heute robuster dastehen als in der Vergangenheit. Aus Investorensicht ist das gesunkene Risiko zwar begrüßenswert, geht jedoch mit geringeren Erträgen einher, was sich an den niedrigen Spreads der Kreditmärkte zeigt. In dem Gastbeitrag argumentieren die Autoren von Chenavari Investment Managers, dass Long/Short-Strategien aktuell für Anleger eine attraktive Alternative darstellen können. So könne beispielsweise von relativen Bewertungsunterschieden oder steigenden Spreads und höherer Volatilität infolge einer geänderten Zentralbankpolitik profitiert werden.
Das anhaltende Wachstum der Liquid Alternatives zeigt, dass viele Investoren trotz der guten Stimmung an den Märkten nach Alternativen für unsicherere Zeiten suchen. Wie unsere Rubrik "Im Fokus" zeigt, liegt die Präferenz hierbei auf etablierten Strategien mit ansprechendem Track-Record. Das ist nachvollziehbar, da die Risiken einer Fondsschließung geringer sind. Diese Fonds stellen jedoch nicht immer die optimale Wahl dar.
Dennoch ist es richtig und wichtig, nach möglichen Alternativen zu klassischen Investments zu suchen. Stimmungen an den Märkten können schnell kippen, daher wäre ein "Weiter so, this time it's different" - wie zu jeder Zeit - mit Vorsicht zu genießen.
Ausgabe: Absolut|alternative 11-2017