15.09.2015 | Märkte

Zunehmende Bedeutung immaterieller Vermögenswerte für Unternehmensbewertung

UBS hat in die Entwicklungen der letzten Jahre im Bereich der Unternehmensbewertung und Wertpapieranalyse in der Marktanalyse "A revolution in equity investing" zusammengefasst. Wesentliches Ergebnis ist die starke Bedeutungszunahme der sog. immateriellen Wirtschaftsgüter, wie Erwartungen, Marke, Human Capital oder Kundenzufriedenheit, für die Bewertung des Unternehmens.


Quelle: UBS

Vor 40 Jahren wurden über 80 % des Unternehmenswertes durch seine materiellen Werte bestimmt. Heute ist genau das Gegenteil zu beobachten, da immaterielle Güter bzw. qualitative Faktoren mehr als vier Fünftel des Wertes ausmachen. In diesem Zusammenhang spielen auch nachhaltige Investments eine große Rolle, da die Berücksichtigung von ESG-Kriterien immer weniger mit  Underperformance und Ideologie gleichgesetzt wird, sondern sich vielmehr zu einem notwendigen Faktor im Sinne eines effizienten Risikomanagements mit entsprechendem Einfluss auf die Performance entwickelt.


Quelle: UBS

Besonderen Einfluss haben Stakeholder, die als ein starker Treiber von Veränderungen gesehen werden, was aber auch zu Reputationsrisiken bei Unzufriedenheit der Stakeholder führen kann. Obwohl sich die Verfügbarkeit qualitativer Daten in den letzten Jahren aufgrund von freiwilligen Veröffentlichungen der Unternehmen verbessert hat, bleibt es schwierig das qualitative Umfeld zu bewerten. Gerade hier liegen die Chancen für aktive Manager, durch tiefergehende Analysen und Research überdurchschnittliche Rendite zu erzielen.

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