Zufriedenheit von Hedgefonds mit ihren Prime Brokern hat abgenommen
Hedgefonds sind weniger mit ihren Prime Brokern zufrieden als noch vor einem Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt die FINalternatives Prime Brokerage Survey 2008. Über 120 Hedgefonds und CTA Manager wurden über den persönlichen Service, die Kompetenz, die Vertriebstätigkeit und die elektronische Auftragsabwicklung ihrer Prime Broker befragt.
Demnach sind 65% der Hedgefonds insgesamt zufrieden mit ihren Prime Brokern. Der wichtigste Faktor eines guten Prime Brokers ist laut Studie der persönliche Service, dicht gefolgt von fachlicher Kompetenz. Nur 63% der Hedgefonds sind zufrieden mit dem persönlichen Service ihres Prime Brokers gegenüber 80% im Vorjahr. Über die Kompetenz äußerten sich nur 10% negativ. Mit den Kosten ihrer Broker sind Hedgefonds überwiegend zufrieden. So bewerteten 51% ihren Prime Broker als "exzellent" oder "gut" (gegenüber 70% im Vorjahr) und weitere 36% als "fair". Sehr gute Umfrageergebnisse erzielte die elektronische Umsetzung von Aufträgen. Hier waren 94% der Hedgefonds zufrieden mit ihren Prime Brokern. Unzufrieden waren sie hingegen mit den Vertriebsaktivitäten. So bewerteten 34% die Capital Introduction Tätigkeit ihres Prime Brokers als "schwach" und nur 31% als "gut" oder "exzellent".
Hauptgrund für die gesunkene Zufriedenheit ist die angespannte Marktsituation im Zuge der Kreditkrise. So gaben 16% der Fondsmanager an, dass die Kreditkrise die Beziehung zu ihrem Prime Broker deutlich verschlechtert hat. Kleinere Hedgefonds mit Einzelstrategien hatten es während der Krise aufgrund des Kontrahentenrisikos schwer, geeignete Broker zu finden und sind teilweise auf Großbanken ausgewichen.
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