30.01.2006 | 

Zähes Ringen um Reits-Einführung

Die Einführung steuerbegünstigter Immobilienaktiengesellschaften, so genannter Real Estate Investment Trusts (REITs), verzögert sich in Deutschland. Denn in der großen Koalition herrscht Uneinigkeit über die Einführung der börsennotierten Immobilientrusts. ?Die Einführung von REITs ist ? wie manche vielleicht vermuten, wenn sie auf den Koalitionsvertrag verweisen ? kein Selbstläufer?, sagte SPD-Fraktionsvize Joachim Poß, der für die Sozialdemokraten die Finanzmarktpolitik koordiniert.

Die Pläne zur Einführung für Anfang 2007 geraten damit ins Wanken. Dabei verspricht sich die Finanzbranche eigentlich davon einen kräftigen Kapitalzufluss aus dem Ausland. Doch nach der Schließung von drei offenen Immobilienfonds wächst bei den Sozialdemokraten die Kritik an den Immobilientrusts. Außerdem fürchten das Bundesfinanzministerium und die SPD-Abgeordneten, dass durch die Einführung steuerbegünstigter Immobilientrusts Schlupflöcher entstehen und Steuereinnahmen verloren gehen.

Seit Frankreich 2003 Reits zugelassen hat, gehen der Regierung in Paris jedes Jahr rund zwei Milliarden Euro an Steuereinnahmen verloren. Denn ausländische Investoren können wegen der Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) Dividenden steuerfrei vereinnahmen.

 

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