Wissenstransfer bei Fondsmanagerwechsel
Wenn Fondsmanager zu einem anderen Asset Manager wechseln kommt es zu Wissenstransfers und damit zu einem Abbau von Wettbewerbsvorteilen des ehemaligen Arbeitgebers, zeigt ein Researchpaper von Gjergji Cici von der University of Kansas sowie Alexander Kempf und Claudia Peitzmeier von der Universität Köln. Bemessungsgröße ist der Performance-Unterschied zwischen abgebendem und aufnehmendem Arbeitgeber. Die Autoren nutzen einen Difference-in-Difference-Ansatz. Der sich dabei ergebende Koeffizient für den Wissenstransfer zeigt an, welcher Anteil des vormaligen komparativen Vorteils durch den Managerwechsel zum neuen Arbeitgeber transferiert wird. Es ergibt sich ein hochsignifikanter Zusammenhang zwischen Wissenstransfer und Managerwechsel. Rund ein Viertel des Wettbewerbsvorteils des ehemaligen Arbeitgebers wird durch den Wechsel zum neuen Arbeitgeber transferiert. Das Sample umfasst 290 US-Fondsmanagerwechsel im Zeitraum 1992 bis 2017.

Quelle: Cici, Kempf, Peitzmeier, 2019
Dabei fokussieren sich die Autoren nicht auf das generelle Humankapital der wechselnden Manager, sondern zeigen, dass die Effekte durch das Wissen der Manager um organisatorische Prozesse ausgelöst werden. Gestützt wird das Ergebnis dadurch, dass der Wechsel von Managern, die in höherem Umfang Zugang zu solchem organisatorischen Kapital hatten, einen größeren Wissenstransfer auslöst. Befördert wird der Wissenstransfer zudem, wenn die abgebende Gesellschaft sehr breit aufgestellt war und deren organisatorische Vorteile damit leichter adaptiert werden können. Weitere positive Einflussfaktoren sind eine ähnliche Organisationsstruktur sowie geringe Informationsbarrieren beim neuen Arbeitgeber.
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