Wirtschaftswachstum durch institutionelle Investitionen in Europa
Die von der expansiven Geldpolitik erhoffte konjunkturelle Erholung kommt in Europa nur schleppend voran. Vor diesem Hintergrund haben die Association for Financial Markets in Europe (AFME) und Oliver Wyman institutionelle Investoren und Unternehmen zu ihrem Investmentverhalten mit Wechselwirkung auf das europäische Wirtschaftswachstum befragt. Größtes Hindernis unter den Investoren ist demnach das enge regulatorische Umfeld im dem sie sich bewegen. Darüber hinaus begrenzen interne Governance und Vorschriften den Umfang ihrer Investitionen. Die Umfrage belegt auch die selbsterfüllende Erwartung einer schwachen Konjunkturentwicklung. Für gut die Hälfte der befragten Investoren stellt der makroökonomische Ausblick eine entscheidende Barriere dar.
Quelle: AFME, Oliver Wyman
Der größte Finanzierungsbedarf besteht der Umfrage zufolge für Real Assets, wo Banken zunehmend gezwungen sind Kapital abzuziehen. Im Segment Projektfinanzierung von Infrastruktur ist die Nachfrage groß, jedoch bestehen erhebliche Barrieren die zu einer bedeutenden Finanzierungslücke führen. Vergleichbar ist die Lage im Bereich Immobilien für die Mittelbesorgung über Loans oder Asset Finance. Auch kleine und mittelständische Unternehmen spüren Finanzierungslücken bei Private Placements und Asset Finance.
Quelle: AFME, Oliver Wyman
Unter den befragten Versicherern sorgt vor allem die Unsicherheit über Solvency II für zurückhaltende Investitionstätigkeiten, obwohl ausreichend Mittel und Bereitschaft zur Verfügung stehen. Asset Manager dagegen nennen in Bezug auf Loans die unterschiedlichen Insolvenzregelungen in den Mitgliedstaaten als großes Hindernis und fordern stärkere Harmonisierung auf europäischer Ebene. Darüber hinaus enthält die Studie auch detaillierte Ergebnisse zu den einzelnen Asset-Klassen und Investorengruppen.