Asset-Märkte trotz Finanzkrisen stabil
Die Frage, ob sich die Instabilität an den internationalen Finanzmärkten im Zeitablauf erhöht hat, steht im Mittelpunkt einer im März veröffentlichten Marktanalyse von Winton Capital Management, einem führenden systematischen Investment Manager. Die Autoren betrachten den kumulativen Effekt extremer Schocks, die definiert sind als tägliche volatilitätsadjustierte Renditen, welche bei einer Normalverteilung maximal einmal in 1000 Jahren auftreten. Unabhängig davon, ob zur Berechnung die 33-Tages- oder die 5-Jahres-Volatilität verwendet wird, lassen sich im US-Aktienmarkt keine Anstiege der extremen Ereignisse beobachten – mit Ausnahme der Finanzkrise 2008. Über die letzten 50 Jahre treten mindestens 14 Schocks auf.
Um auch einen Einblick in andere Märkte zu erhalten, wiederholen die Autoren die Berechnungen für 21 Futures-Märkte in sieben Sektoren. In weiteren vier Asset-Klassen, für die keine Futures-Märkte existieren, werden stattdessen Überschussrenditen berechnet. Über alle Ergebnisse hinweg, darunter Corporates, verschiedene Rohstoffe und Zinsen, ergibt sich das gleiche Bild wie beim US-Aktienmarkt: Ein Anstieg der extremen Ereignisse, sprich Instabilität, lässt sich in den Daten nicht nachweisen. Bestätigt werden die Resultate durch Robustheitstests, bei denen alternative Volatilitätsmaße oder quartalsweise Renditen herangezogen werden. Einzige Ausnahme auch hier, wie beim US-Markt, die Finanzkrise, wenn die Volatilität über einen längeren Zeitraum bemessen wird. 
Quelle: Winton
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