03.01.2013 | Studie

Werterhalt statt Wachstum für europäische Family Offices

Ein recht enttäuschendes Jahr bescheinigt Campden Research den europäischen Single- und Multi-Family Offices. Der Mitte Dezember erschienenen Studie zufolge haben Single-Family-Offices (SFOs) in den 12 Monaten bis Ende Juni eine Rendite von 3,6 % erwirtschaftet. Sie bleiben damit klar hinter ihrer Zielrendite von 8 % zurück, liegen aber deutlich vor Multi-Family-Offices (MFOs), die im gleichen Zeitraum nur 2 % anstatt der angepeilten 5 % zulegten. Angesichts des schwierigen Marktumfeldes geben viele Häuser an, ihre Allokationen in riskantere Asset-Klassen in den kommenden 36 Monaten erhöhen zu wollen. Schwellenländer und Aktien werden zu Lasten von Cash und Anleihen mehr in den Fokus rücken, heißt es in der von UBS unterstützten Studie.


Quelle: The UBS/Campden Wealth European Family Office Survey 2012

In Anbetracht dessen rückt ein angemessenes Vermögenswachstum in Zukunft in den Hintergrund, lautet die vorwiegende Meinung der Befragten. Stattdessen wird die Erhaltung des Vermögens das wichtigste und zugleich herausfordernste Ziel sein. Vor diesem Hintergrund wird die Einbindung von externen Beratern und Asset Managern weiter an Bedeutung gewinnen. Das neue Kapitalmarktumfeld erfordert dabei eine tiefgreifende Umstellung von Struktur und operationellem Ablauf innerhalb der Family-Offices, sind sich die Befragten sicher. Gleichzeitig behindert die Unsicherheit der Rahmenbedingungen bislang aber noch die notwendige Anpassung.


Die vollständige Studie kann kostenpflichtig von Campden Research bezogen werden.

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