04.02.2013 | Studie

Weltweites Privatvermögen sinkt erstmals seit 2008

Die Credit Suisse hat Anfang Januar das umfangreiche Jahrbuch zur Verteilung der weltweiten Privatvermögen veröffentlicht. Demnach ist zwischen Mitte 2011 und Mitte 2012 die Summe der weltweiten Privatvermögen erstmals seit der Finanzkrise gesunken. Mit 223 Billionen US-Dollar lag der Wert rund 5,2 % unter dem der Vorperiode. Der Großteil der Veränderungen ist allerdings der Aufwertung der US-Dollar geschuldet. Unterstellt man konstante Wechselkurse, stieg das Volumen im selben Zeitraum um 1 %.


Quelle: Credit Suisse

Besonders gründlich nimmt der Report in diesem Jahr die Verschuldung der privaten Haushalte weltweit unter die Lupe. Seit Mitte der 1970er Jahre etwa steigt die durchschnittliche Verschuldung des privaten Sektors in den entwickelten Nationen. Zwischen 2000 und 2012 wuchs die Pro-Kopf-Verschuldung privater Haushalte um 45%. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 5 %.


Quelle: Credit Suisse

Problematisch ist diese Entwicklung nicht per se. Die höchsten Schuldenquoten sind allesamt in wirtschaftlich erfolgreichen Staaten zu finden. Haushalte in Dänemark, Norwegen und der Schweiz gehören zu den am höchsten Verschuldeten. In Spanien, Italien und Portugal liegen die Quoten deutlich niedriger. Kritisch dagegen ist ein rascher Anstieg der Verschuldung zu bewerten, schreiben die Autoren. In Griechenland, Rumänien und Ungarn etwa korreliert die wirtschaftliche Schieflage mit einem starken Anstieg der privaten Schuldenlast binnen kurzer Zeit.

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