11.12.2013 | Studie

Wealth Management muss sich veränderten Rahmenbedingungen anpassen

Wachsende Unsicherheit und Komplexität beeinflussen zunehmend die Tätigkeit der Vermögensverwalter, da Volatilitäten an den Märkten ansteigen, makroökonomische Entwicklungen unvorhersehbarer werden und gleichzeitig regulatorische Anforderungen wachsen. In einer aktuellen Studie zum Wealth Management untersucht Roland Berger die Möglichkeiten der Vermögensverwalter, sich an diese neuen Gegebenheiten anzupassen. Dabei fokussiert sich die Studie auf vier Felder: Entwicklungen im Markt bzw. in der Branche, Veränderungen in den Ansprüchen der Kunden, notwendige Anpassungen im Geschäftsmodell der Asset Manager und schließlich die Herausforderungen für das Management der Vermögensverwalter.


Quelle: Roland Berger

Im vergangenen Jahr legten weltweit die bankfähigen Vermögenswerte um 7,8 % auf 29 Billionen Euro zu. Während in den Jahren zuvor die Industrieländer hier führend waren, gewann nun insbesondere die Region Asien/Pazifik an Bedeutung. Dennoch wird in Europa kein Ende des Wachstums der Vermögen erwartet, wenngleich sich die Wachstumsraten (7,4% im Jahr 2012) tendenziell verringern dürften.


Quelle: Roland Berger

Angesichts komplexerer regulatorischer Rahmenwerke sind die Margen der Branche seit dem Beginn der Finanzkrise rückläufig. Zwar wird dies nach Ansicht der Autoren mit Ausnahme von Asien kaum Auswirkungen im Front Office der Vermögensverwalter haben, wohl aber dürfte es zu Konsolidierungen im Bereich der Mid- und Backoffice-Strukturen führen. Der Wettbewerb um Kunden wird sich auch vor dem Hintergrund größerer Trends (z.B. demographischer Wandel) verschärfen, so dass das Branding der Anbieter sowie deren Wahrnehmung durch die Kunden an Bedeutung gewinnen. Daneben sollte die bisher weitgehende Produktfokussierung vieler Asset Manager durch eine klare Kundenfokussierung abgelöst werden.

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