Wasserrisiken nehmen zu
Immer mehr institutionelle Investoren fordern von Industrieunternehmen Transparenz hinsichtlich ihres nachhaltigen Wassermanagements. Dies zeigt der Jahresbericht "Wasser" des Carbon Disclosure Projects, CDP. Über 530 Anleger mit rund 57 Billionen US-Dollar verwaltetem Vermögen haben im vergangenen Jahr über das CDP den Industriesektor dazu aufgerufen über ihr Wassermanagement transparent zu berichten. Rund 600 globale Large-Cap-Unternehmen haben daraufhin teilgenommen, ein Anstieg um 59 % gegenüber dem Vorjahr. Demnach haben 70 % der Unternehmen Wasser als substantielles Geschäftsrisiko identifiziert. Rund zwei Drittel gehen davon aus, in den kommenden fünf Jahren mit Wasser-verbundenen Risiken konfrontiert zu sein.
Quelle: CDP
63 % der Unternehmen geben an, konkrete Ziele hinsichtlich sparsamen Umgangs mit Wasser und Recycling im operativen Geschäft verankert zu haben. Nach Auffassung des CDP ist dies jedoch nur der erste Schritt und Unternehmen laufen Gefahr, Risiken zu übersehen bzw. Opportunitäten ungenutzt zu lassen. 23 % der Unternehmen sind sich demnach nicht im Klaren darüber, wie Wasser ihre Zulieferkette beeinflusst, und nur 37 % verlangen ein entsprechendes Reporting im Einkauf. Die Autoren appellieren hierbei insbesondere an die Rolle der Investoren, ihre Portfoliounternehmen konsequent in Hinblick auf Wasserrisiken zu sensibilisieren und ein entsprechendes Reporting einzufordern.
Quelle: CDP
Unter den Investoren sind zahlreiche Stiftungen und Pensionsfonds, etwa der niederländische PGGM und Norges Bank Investment Management (NBIM), Manager des norwegischen Staatsfonds.