29.06.2009 | Research

Wahl des Renditemaßes zur Hedgefonds-Evaluierung

Hedgefondsrenditen sind allgemein anerkannt nicht-normalverteilt. Dementsprechend führen Renditekennzahlen wie das Sharpe Ratio nicht zu einem adäquaten Ranking von Hedgefonds. Vorangegangene Arbeiten zur Evaluierung von Hedgefonds stellen die Risikomessung in den Vordergrund, oder postulieren, dass das Renditemaß die Evaluierung nicht beeinflusst, bzw. verschiedene Maße zu ähnlichen Rankings führen. Eine im Mai erschienene Research-Arbeit der norwegischen Universität Adger kommt hingegen zu dem Schluss, dass die Wahl des Renditemaßes signifikanten Einfluss auf ein Performance Ranking hat.


Quelle: Zakamouline (2009)

Zunächst entwickelt die Autorin ein eigenes Renditemaß und setzt es für eine Investitionsentscheidung über unterschiedliche Renditeverteilungen an. Anhand einer Stichprobe von 270 Hedgefonds werden die Renditeverteilungen auf Normalverteilung untersucht. Überraschenderweise ist für die meisten Fonds die Renditeverteilung nicht wesentlich von einer Normalverteilung verschieden. Das bedeutet, die Auswahl der Stichprobe hat bereits entscheidenden Einfluss auf Untersuchungsergebnisse. Im Vergleich zum Sharpe Ratio werden Rangkorrelationen ermittelt, die im Ergebnis mit zunehmendem Zeithorizont abnehmen. Daraus folgt, dass die Wahl des Renditemaßes einen signifikanten Einfluss auf das Ranking hat. Die Berücksichtigung von Schiefe und Kurtosis in den Renditekennzahlen führe ebenfalls zu entscheidenden Veränderungen im Ranking. Abschliessend wird eine Simulation durchgeführt, die die Ergebnisse der empirischen Untersuchung stützt.


Quelle: Zakamouline (2009)

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