Währungsabsicherung in globlalen Aktienportfolios
Mit der zunehmend internationalen Ausrichtung von Aktienportfolios ist auch das Risiko von Wechselkursschwankungen gestiegen. MSCI stellt im Forschungsaufsatz „Currency Hedging: Adapting to Volatility“ verschiedene Hedging-Ansätze vor und geht auf deren Eigenschaften ein. Relevante Faktoren für die Ausarbeitung einer Hedging-Strategie sind u.a. die Korrelation von Aktienkurs- und Währungsentwicklungen, Makro-Trends, Investmenthorizont und Leverage-Beschränkungen. Generell lassen sich zwei Ansätze identifizieren, statisches und dynamisches Hedging. Bei statischen Hedges wird permanent ein gewisser Anteil des Währungsrisikos abgesichert, bei dynamischen Strategien wird versucht, taktisch die Hedging-Quote anzupassen. Empirisch zeigt sich, dass auf Sicht einer langen Frist von 2003 bis 2016 eine konstante Hedge Ratio nicht nur das Risiko verringert, sondern teilweise auch die Renditen gesteigert hat. Auf der anderen Seite reduziert eine konstante Hedging-Quote auf kurze Sicht die Rendite und kann zu einer Ausweitung des Risikos führen. 
Quelle: MSCI
Der dynamische Hedging-Ansatz versucht, durch Timing Wechselkursrisiken nach unten abzufedern, mögliche Wechselkursgewinne jedoch mitzunehmen. Dies kann entweder diskretionär oder streng regelgebunden erfolgen. Bei Letzterem haben sich vier Indikatoren als sinnvoll erwiesen, Carry, Value, Momentum und Volatility. Historisch haben die beiden technischen Indikatoren Momentum und Volatility eine relativ konstante Outperformance in Relation zu einer fixen 50-%-Absicherung des Wechselkursrisikos ergeben, während die beiden fundamentalen Indikatoren phasenweise out- und underperformt haben. Eine dynamische Kombination der vier Indikatoren führte zu höheren Renditen und niedrigerer Volatilität im Vergleich zu einem Portfolio, welches nicht oder konstant gehedgt ist. Eine solche adaptive Strategie eignet sich sowohl auf lange als auch auf kurze Sicht, schreiben die Autoren.
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