Wachstumspotenziale und Opportunitäten in Afrika
McKinsey hat in einer umfangreichen Studie, das Wachstumspotenzial des afrikanischen Kontinents untersucht und Opportunitäten für Investoren analysiert. Demnach haben sich die Wachstumstendenzen in den letzten Jahren verschoben. Die Staaten des arabischen Frühlings und Öl exportierende Länder gehörten zwischen 2000 und 2010 zu den wachstumsstärksten Ländern Afrikas. Seit 2010 ist das Wachstum in diesen Ländern jedoch zurückgegangen oder sogar negativ, während die anderen Staaten seit 2000 relativ stabil zwischen 4 und 4,5 % pro Jahr wachsen. Hierzu zählen vor allem Botswana, die Elfenbeinküste, Marokko, Senegal und Tansania. Volatil war dagegen die Entwicklung in Nigeria, Angola und Zambia. Auch Südafrika sieht sich mit geringem Wachstum und hoher Arbeitslosigkeit konfrontiert. 
Quelle: McKinsey
Insbesondere die steigende Urbanisierung lässt immer mehr Metropolen entstehen und stellt den öffentlichen und den privaten Sektor vor enorme Herausforderungen. Die Autoren schätzen, dass die afrikanischen Städte in den kommenden 20 Jahren hinsichtlich Infrastruktur und Versorgung für 24 Millionen zusätzliche Menschen bereitstellen müssen. Die junge Gesellschaftsstruktur und wachsende Erwerbs- und Konsumbevölkerung lassen auf dem Kontinent viele Opportunitäten entstehen. Afrikanische Unternehmen müssen dabei zum Wachstumsmotor werden, erklären die Autoren. Nur 400 Unternehmen erzielen jährlich einen Umsatz von mehr als 1 Mrd. US-Dollar. In vielen Branchen wachsen afrikanische Firmen jedoch schneller als der globale Durchschnitt und wirtschaften profitabler.
Quelle: IRENA
Die Urbanisierung einerseits und die wirtschaftliche Entwicklung andererseits rufen einen enormen Energiebedarf hervor. Eine zentrale Rolle beim Auf- und Ausbau der Energieversorgung können Photovoltaikanlagen spielen, zeigt eine Untersuchung der International Renewable Energy Agency (IRENA). Wie in Europa sind die Kosten für den Unterhalt von Photovoltaikanlagen in den vergangenen Jahren wesentlich gesunken. Zwar konzentriert sich der Großteil der installierten Kapazitäten auf Südafrika, das Potenzial ist in nahezu allen Staaten Afrikas jedoch enorm. Insbesondere kleine Heimsolaranlagen liefern in vielen Ländern bereits einen kosteneffizienten Entwicklungsschub. Zudem ermöglicht es die Errichtung einer Solaranlage, ganze Gemeinden kurzfristig mit Strom zu versorgen. Gleichzeitig können die dezentralen Stromnetze später auf nationaler und kontinentaler Ebene verbunden werden.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Afrika jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Equity Emerging Markets Regions. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 25 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 100 Universen.