Wachstumspotenziale für alternative Strategien
Alternative Strategien erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Auch viele traditionelle Asset Manager gehen mit Hedgefonds an den Markt, um von der Investorennachfrage zu profitieren, stellt Ernst & Young in einer aktuellen Studie fest. Für bestehende Anbieter von Hedgefonds heißt das Ziel daher Wachstum, zwei Drittel der befragten Manager geben dies als oberste Priorität an. Dabei steht der Fokus vor allem auf dem Ausbau der Vertriebskanäle. Auf Investorenseite scheint jedoch eine gewisse Sättigung einzutreten. Nur noch 17 % planen eine Erhöhung ihrer Zielallokation, 3 % weniger als im Vorjahr. Eine Senkung der alternativen Investments beabsichtigen allerdings nur 11 %, knapp 2 % weniger als in der Vorperiode.
Quelle: Ernst & Young
Investoren bevorzugen dabei offensichtlich große Asset Manager, wie die Mittelflüsse belegen. Häuser mit mehr als 10 Mrd. US-Dollar under Management konnten mehr als 20 Mrd. US-Dollar frisches Kapital aufnehmen, was einer Wachstumsrate von 8 % entspricht. Boutiquen, die weniger als 5 Mrd. US-Dollar verwalten, verloren saldiert rund 1 Mrd. US-Dollar Assets.
Quelle: Ernst & Young
Wettbewerbsvorteile versprechen sich Asset Manager vor allem durch ein breiteres Produktangebot. Klassische Hedgefonds-Anbieter wagen sich dabei immer häufiger in nicht-traditionelle Geschäftsfelder vor. Das Interesse der Anleger scheint aber begrenzt zu sein, schlussfolgert die Studie. Nur wenige Investoren geben an, in neue Produkte über einen Hedgefonds-Manager investieren zu wollen.
An der Studie haben 65 institutionelle Investoren darunter Dachfonds, Pensionsfonds und Stiftungen, sowie 100 Hedgefonds in Nordamerika, Europa und Asien teilgenommen.