24.09.2014 | Research

Vorteile breiter Diversifikation für Pensionsfonds

Eine Ausweitung der in der Asset-Allokation berücksichtigten Anlageklassen steigert die Portfolioeffizienz von Pensionsfonds erheblich, stellt eine Forschungsarbeit von einer Gruppe Wissenschaftler um das Arizona Public Safety Personnel Retirement System (PSPRS) fest. In ihren Berechnungen haben die Autoren als Risikomaß die Mahalanobis-Distanz (MD) verwendet. Diese misst den Abstand zweier Punkte, jedoch unter Berücksichtigung unterschiedlicher Standardabweichungen und Korrelationen, also die Abweichung von einem mehrdimensionalen Mittelwert. Für den Zeitraum 2003 bis 2013 geht mit steigender Anzahl der berücksichtigten Asset-Klassen eine Reduzierung der MD einher. Das heißt, es gibt weniger Ausreißer in der Performance.


Quelle: PSPRS

Besonders offensichtlich wird dieser Zusammenhang, wenn das generelle Marktrisiko heraus gerechnet wird - konsistent mit der These, dass Diversifikation das systematische Risiko reduziert. Der Vorteil eines Multi-Asset-Ansatzes, etwa durch Verwendung von Real Estate oder Private Equity, wird auch gegenüber einem klassischen Aktien/Anleihen/Liquidität-Portfolio deutlich, zeigt die Analyse der Autoren.


Quelle: PSPRS

Da eine verringerte Volatilität jedoch nicht notwendigerweise mit höherer Portfolioeffizienz einhergeht, untersuchen die Autoren im Anschluss, wie die Ausweitung der Asset-Klassen die risikoadjustierte Rendite beeinflusst hat. Es zeigt sich, dass die Sharpe Ratio im Zeitablauf mit Ausnahme der Finanzkrise gestiegen ist. Der Vorteil der MD gegenüber der Volatilität, auch wenn beide letztlich auf der Kovarianzmatrix der Renditen basieren, liegt in der Eigenschaft begründet, dass sie das Potential hat, das Risiko zu einem bestimmten Zeitpunkt besser abschätzen zu können. Dahingegen ist die Volatilität abhängig von Preisveränderungen innerhalb der beobachteten Periode.

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