Vor- und Nachteile von Investitionen in Managed Accounts
Die Finanzkrise und der Betrugsfall um Bernard Madoff haben die Anzahl und das Volumen von Managed Accounts rapide erhöht. Diese Entwicklung ist hauptsächlich von Investoren getrieben, wie eine aktuelle Studie unter institutionellen Anlegern von Preqin unterlegt. Investoren würden demnach vermehrt Managed Accounts nachfragen, wodurch die Manager sich zu deren Lancierung veranlasst sehen. Dabei steht für sie die größere Transparenz im Vordergrund, wie 41% angaben. Mit jeweils 22% ebenfalls häufig genannt wurden bessere Liquidität und rechtliche Aufsicht.
Quelle: Preqin
In Europa sind Managed Accounts stärker gefragt als in den USA. So gaben 19% der befragten europäischen Institutionen an, bereits in Managed Accounts investiert zu sein, in den USA sind es 12%. Dach-Hedgefonds sind derzeit mit 62% der beliebteste Zugangsweg bei europäischen Investoren, gefolgt von direkten Hedgefonds-Investments (45%). Allerdings bieten Managed Accounts nicht nur Vorteile. So gaben sowohl auf Investoren-, als auch auf Fondsseite Studienteilnehmer an, dass sie aufgrund ihrer geringen Größe in keinen Managed Account anlegen oder einen auflegen können.
Quelle: Preqin
Immerhin 38% der Investoren sagte, dass ein Investment über einen Account zu kostenintensiv wäre, 34% sind zufrieden mit ihren Hedgefonds und wollen ihre derzeitigen Investments beibehalten. Auch ließen sich nicht alle Strategien in einer Managed-Account-Struktur umsetzen. Investoren sollten die Vor- und Nachteile der verschiedenen Zugangswege daher individuell abwägen.